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Polen zufrieden und stolz über Zaun zu Belarus

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Von Euronews  mit dpa
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Grenzzaun zwischen Polen und Belarus
Grenzzaun zwischen Polen und Belarus   -   Copyright  Michal Dyjuk/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Polen hat den Bau des 187 Kilometer langen Zauns an seiner Grenze zu Belarus abgeschlossen. Die Barriere sei nötig, um die Grenze sicher zu schützen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Grenzübergang Kuznica. Morawiecki verwies in seiner Rede auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Der erste Akkord dieses Krieges war Lukaschenkos Angriff auf die polnische Grenze zu Belarus", sagte er. Lukaschenko und sein Auftraggeber, Kremlchef Wladimir Putin, hätten damals beschlossen, die polnische Grenze und damit die Ostgrenze der EU zu testen. "Wenn wir diesen Zaun nicht gebaut hätten, hätten wir alle Hände voll zu tun, unsere Landesgrenze zu sichern", so der Ministerpräsident.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko sagte, der Westen sei dafür verantwortlich, dass sein Land sich immer mehr Moskau annähere:

"Die wahnsinnigen und illegalen Sanktionen des Westens haben uns dazu gedrängt, eine Lösung im Bereich Transport und Logistik, die Einführung eigener Zahlungssysteme und die Einführung von Abrechnungen in Landeswährungen zu beschleunigen. Alle können sehen, dass unsere Kontakte in diesem Jahr mit den Führern der russischen Regionen enger und vielfältiger geworden, und sie werden sich weiter in diese Richtung entwickeln."

Im vergangenen Spätsommer und Herbst hatten Tausende von Menschen versucht, illegal in die EU zu gelangen. Brüssel beschuldigte Lukaschenko, Migranten an die Grenze gebracht zu haben, um Druck auf den Westen auszuüben.

Die polnisch-belarussische Grenze ist 418 Kilometer lang, davon verlaufen 187 Kilometer über Land, der Rest durch Seen und Flüsse.

Bereits Ende des vergangenen Sommers hatten polnische Soldaten auf den Landabschnitten der Grenze einen provisorischen Zaun errichtet.

Dieser wird nun von einem Zaun von 5,5 Metern Höhe ersetzt, der mit Bewegungsmeldern und Kameras ausgerüstet ist. Für das Projekt ist ein Etat von umgerechnet 366 Millionen Euro vorgesehen.

Zum 1. Juli sollen die Beschränkungen aufgehoben werden, die bislang für einen drei Kilometer langen Streifen entlang der Grenze galten. Innenminister Mariusz Kaminski hatte das Gebiet zur Sperrzone erklärt, Ortsfremde und Helfer durften nicht hinein. Mit der Fertigstellung des Grenzzauns gebe es für die Einschränkungen keine Notwendigkeit mehr, hatte das Innenministerium kürzlich mitgeteilt.