Die portugiesische Marine überwacht die "SPARTA IV", die seit Sonntagabend in portugiesischen Gewässern entlang der Küste nach Norden fährt. Am Mittwoch wurde das unter russischer Flagge fahrende Schiff vor Nazaré gesichtet und bleibt bis zum Verlassen der Gewässer unter Beobachtung.
Die portugiesische Marine überwacht die Fahrt der unter russischer Flagge fahrenden "SPARTA IV". Das Schiff ist seit Sonntag entlang der portugiesischen Küste "von Süden nach Norden" unterwegs, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf eine Marinequelle berichtet.
Am Mittwochabend befand sich die "SPARTA IV" vor Nazaré im Bezirk Leiria. Nach Angaben des Portals VesselFinder verließ das Schiff Ende Dezember den Hafen Baltijsk in der russischen Exklave Kaliningrad.
In einer Stellungnahme gegenüber Lusa erklärte die Marine: "Das Schiff fährt von Süden nach Norden an der portugiesischen Küste entlang und befindet sich derzeit vor Nazaré, außerhalb der Seeverkehrskorridore, in Gebieten mit einer Tiefe von mehr als 3.000 Metern."
Demnach lief die "SPARTA IV" am 15. Februar um 20.00 Uhr in portugiesische Hoheitsgewässer ein. Seitdem werde sie "von einer Marineeinheit" begleitet und beobachtet. Die Überwachung solle fortgesetzt werden, bis das Schiff die nationalen Gewässer wieder verlässt.
Die Marine bezeichnet die "SPARTA IV" als "Handelsschiff". In der Vergangenheit habe das Schiff jedoch auch Kriegsmaterial transportiert.
In den vergangenen Jahren hat die portugiesische Marine nach eigenen Angaben die Durchfahrt von mehr als 100 russischen Schiffen durch nationale Gewässer überwacht. Darunter war demnach auch ein Spionageschiff, das einer Geheimorganisation des russischen Verteidigungsministeriums zugeordnet wurde. Hintergrund seien unter anderem Sabotagevorwürfe, die sich gegen kritische Unterwasserinfrastruktur in Europa richten.
Allein im Jahr 2025 wurden laut Marine 69 russische Schiffe in portugiesischen Gewässern überwacht, wie Lusa berichtet. Zudem habe es 373 Überwachungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Schiffen der sogenannten russischen "Geisterflotte" gegeben, als diese portugiesische Gewässer passierten. Diese Zahl nannte die Marine Anfang 2026.