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Ukrainischer Agrarminister zu Angriff auf Odessa: "Russland ist nicht zu trauen"

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Von euronews
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Warnschild an einem Strand in Odessa
Warnschild an einem Strand in Odessa   -   Copyright  ELVIS BARUKCIC/AFP

Nach dem Beschuss des Hafens der ukrainischen Stadt Odessa haben Vertreter der Türkei und der Ukraine ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Der Angriff auf den Schwarzmeerhafen hatte sich kurz nach der Unterzeichnung eines Abkommens über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide ereignet.

Türkei: "Zusammenarbeit weiter fortsetzen"

Die Vereinbarung mit Russland war unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen zustande gekommen. Der Verteidigungsminister der Türkei, Hulusi Akar, zeigte sich irritiert, forderte aber beide Seiten auf, an dem Abkommen festzuhalten. 

„Die Tatsache, dass sich ein solcher Vorfall unmittelbar nach der Vereinbarung ereignete, hat uns wirklich beunruhigt. Aber wir erfüllen weiterhin unsere Verantwortung, die aus der Vereinbarung hervorgeht. Das haben wir in unseren Sitzungen zum Ausdruck gebracht. Wir sind dafür, dass die Parteien ihre Zusammenarbeit hier ruhig und geduldig fortsetzen."

Russland "kann man nicht trauen"

Der ukrainische Agrarminister Mykola Solsky machte Russland für den Angriff verantwortlich, kündigte aber an, sein Land wolle sich weiter an das Abkommen halten:

“Wir tun weiterhin alles, um die Verpflichtungen aus der Übereinkunft zu erfüllen. Dieser russische Angriff ist einer von vielen Belegen allein in dieser Woche, dass man dem Kreml nicht trauen kann."

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Raketenangriffe auf den Hafen als Akt "offensichtlicher russischer Barbarei" verurteilt. Die Schläge seien ein weiterer Grund, der Ukraine Waffen zu liefern, mit deren Hilfe ein Sieg möglich gemacht werden könne, so der Präsident.

Moskau gesteht Verantwortung ein

Russland hatte die Verantwortung für den Angriff zunächst zurückgewiesen, dann aber bestätigt, militärische Ziele im Hafen von Odessa zerstört zu haben. Die USA haben nach dem Angriff kurz nach der Übereinkunft über die Getreideausfuhr die Glaubwürdigkeit der russischen Regierung infrage gestellt.

Weitere Quellen • dpa