Am Freitag erlebte Neapel das stärkste Beben seit 40 Jahren. Das IGNV berichtet von einem anhaltenden Schwarmbeben. In Pozzuoli stürzten Felsbrocken auf geparkte Autos, 21 Menschen erlitten Verletzungen.
Bei dem Erdbeben der Stärke 4,7 am Freitag mit Epizentrum in den Campi Flegrei bei Neapel sind 21 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.
Nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) registrierten die Messstationen um 19:49 Uhr ein Beben der Stärke 4,7 in rund drei Kilometern Tiefe zwischen Pozzuoli und Quarto. Es war die stärkste Erschütterung der vergangenen vierzig Jahre.
Das Institut bestätigte, dass in der Region derzeit ein sogenannter Erdbebenschwarm aktiv ist, mehrere Erdbeben innerhalb eines kurzen Zeitraums. Vorläufig zählten die Fachleute mindestens 17 Erdstöße mit einer Stärke über 2,0. Das stärkste Beben war im gesamten Gebiet der Campi Flegrei zu spüren, in der Stadt Neapel, auf Ischia und auf der Halbinsel Sorrent.
Campi-Flegrei-Erdbeben richtet schwere Schäden an
Nach den Beratungen des Krisenstabs steht fest, dass das Beben erhebliche Schäden angerichtet hat. Die Stadt Pozzuoli meldete die meisten Vorfälle: Aus einem Gebäude lösten sich Tuffsteine und fielen auf mehrere geparkte Autos.
Derzeit wurden 18 Familien evakuiert und in Aufnahmezentren untergebracht. Ein 80-jähriger, bettlägeriger Mann wurde mit einer Drehleiter in Sicherheit gebracht, weil das Treppenhaus seines Hauses durch die Erschütterung beschädigt wurde.
Der Hafen von Pozzuoli, von dem die häufigsten Verbindungen zu den Inseln Procida und Ischia ausgehen, ist geschlossen, weil die Kaimauer des Piers nicht mehr sicher ist. In der Nacht hatte der Bahnverkehr im Bereich von Neapel wieder eingesetzt. Wegen des Bebens kam es zuvor zu Verspätungen von mehr als sechs Stunden.