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Der nordkoreanische Führer droht erneut mit seinem Atomwaffenpotential

Kim Jong Un
Kim Jong Un Copyright 朝鮮通信社/KCNA via KNS
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Von euronews
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Es ist wie ein Ritual: taucht irgendwo ein wirtschaftliches, politisches oder militärisches Problem auf, winkt Nordkoreas Führer Kim Jong Un mit A-Bomben.

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Und wieder einmal droht Kim Jong Un mit seinem Atombomben-Potential: "Unsere Streitkräfte sind gründlich darauf vorbereitet, auf jegliche Krise zu reagieren", zitieren Staatsmedien den nordkoreanischen Führer. Die atomaren Abschreckungskräfte, so die offizielle Bezeichnung, könnten "präzise und schnell" mobilisiert werden.

Die Äußerungen Kim Jong Uns vor Kriegsveteranen sind auch, aber nicht ausschließlich im Zusammenhang mit für den August geplanten Militärübungen der USA und Südkoreas zu verstehen. Bei dem gemeinsamen Waffentraining werden erstmals wieder auch Geländeübungen durchgeführt. In den vergangenen Jahren waren diese aus diplomatischen Gründen und wohl auch als Geste des guten Willens gegenüber Nordkorea eingestellt worden. Da dies nichts fruchtete, ganz im Gegenteil, werden sie nun wieder aufgenommen.

Nordkorea missachtet systematisch internationales Recht und Resolutionen der Vereinten Nationen - und hat auch in diesem Jahr Raketen getestet, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden könnten. Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms harten Sanktionen unterworfen.

Drohung mit Vernichtung

Südkorea drohe die Vernichtung, so Kim Jong Un, sollte es "gefährliche Versuche" gegen sein Land unternehmen. Das ist wohl als Anspielung auf südkoreanische Pläne zu verstehen, dem nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramm ein potentielles Präventivschlagsystem gegenüberzustellen.  

Das verbale A-Waffen-Gepoltere Kims kann aber auch auf innenpolitischer Folie interpretiert werden. Es kursieren Informationen, dass Nordkorea derzeit (wieder einmal) mit größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Das diktatorisch regierte Land hat sich seit Jahrzehnten von der Außenwelt abgeschottet und ist von internationalen Waren- wie Informationsströmen weitgehend abgeschnitten. Wie auch in anderen Ländern zu beobachten ist, dient der gezielte Aufbau außenpolitischer Spannungen dazu, von innenpolitischen Problemen und wirtschaftlichem Missmanagement abzulenken.

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