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Raketen in Taiwans Gewässern - Welches Nahziel verfolgt Peking?

Chinesische Raketen starten an einem unbekannten Ort im Rahmen des Manövers vor Taiwan
Chinesische Raketen starten an einem unbekannten Ort im Rahmen des Manövers vor Taiwan Copyright AP/CCTV
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Von Euronews mit dpa, AP
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Die EU, Asean und die USA riefen die chinesische Regierung zu Mäßigung im Taiwan-Konflikt auf. Das chinesische Manöver reicht bis auf 20 Kilometer an die taiwanische Küste heran.

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Mit Sorge verfolgt die taiwanische Bevölkerung die chinesischen Manöver historischen Ausmaßes direkt vor der Haustür. Als Antwort auf den Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi laufen militärische Aktivitäten in sechs Gebieten rund um die Inselrepublik. Mehrere Raketen schlugen in taiwanischen Gewässern ein oder wurden von dort abgefeuert. Alle Raketen hätten ihre Ziele getroffen, erklärte das chinesische Militär.

Die Muskelspiele könnten zur Vorbereitung einer Luft- und Seeblockade dienen, aber auch eine Eroberung Taiwans scheint nicht ausgeschlossen.

Beide Szenarien überschatten auch das Außenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Kambodscha, an dem auch US-Außenminister Antony Blinken und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell teilnehmen.

Borrell sieht Gesprächsbedarf

Borrell betonte die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses im Taiwan-Konflikt: "Diese Partnerschaft und Beziehung ist auch für die Ereignisse im indopazifischen Raum wichtig, denn angesichts der Situation in diesem Gebiet, insbesondere in Bezug auf China, gibt es einige Neuigkeiten an dieser Front, über die wir sprechen müssen."

Kambodscha hat den Asean-Vorsitz inne und bot sich China als Vermittler im Taiwan-Konflikt an. Die Asean, die USA und die EU forderten Peking zur Mäßigung auf. Peking sollte von provokativen Aktionen absehen, weil diese zu unabsehbaren Konsequenzen führen könnten. Antony Blinken betonte nach einem Gespräch mit Borrell die zentrale Rolle der Asean-Staaten im Taiwan-Konflikt. Man habe auch die Lage in der Ukraine erörtert.

Nancy Pelosi setzte ihre Asienreise mit einem Besuch in Südkorea fort, wo sie vor dem Weiterflug nach Japan führende Personen aus Politik und Wirtschaft in Seoul traf. Sie zeigte sich besorgt über wachsende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea.

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