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Griechisches Watergate erschüttert Athen: Mitsotakis sagt, er weiß von nichts

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Von Euronews  mit AFP/DPA
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Der griechische Premier bei der Fernsehansprache zum Abhörskandal
Der griechische Premier bei der Fernsehansprache zum Abhörskandal   -   Copyright  AFP

Seit Tagen erschüttert ein Abhörskandal die griechische Öffentlichkeit und zieht immer weitere Kreise. 2021 wurde das Telefon des Vorsitzenden der Sozialistischen Partei (PASOK), Nikos Androulakis vom griechischen Nachrichtendienst mehrere Monate lang abgehört.

Wer den Auftrag dazu gab, ist unbekannt, der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis, besteht darauf, von nichts gewusst zu haben und wies auch in einer Fernsehansprache am Montag erneut jegliche Verantwortung von sich.

Der nationale Nachrichtendienst (EYP) habe die politische Dimension der Abhöraktion unterschätzt. Sie sei zwar gesetzmäßig, aber politisch inakzeptabel und falsch gewesen. Er habe keine Kenntnis davon gehabt. Und hätte dies auch nie zugelassen. Nun müsse der Untersuchungsausschuss des Parlaments seine Arbeit machen.

Das ist jedoch frühestens im September der Fall, denn derzeit befindet sich das griechische Parlament in der Sommerpause.

Nach Bekanntwerden des Skandals am vergangenen Freitag waren der Büroleiter des Premiers Grigoris Dimitriadis und der Geheimdienst-Chef Panagiotis Kontoleon zurückgetreten.

Der Opposition reicht das nicht, sie spricht von einem "griechischen Watergate" und fordert den Rücktritt von Mistrotakis.

Androulakis, der seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments ist und im Dezember 2021 zum PASOK-Parteivorsitzenden gewählt wurde, hatte die Telefonüberwachung durch den Geheimdienst öffentlich gemacht. Wie er davon erfahren hatte, sagte er nicht.

Die PASOK ist die drittgrößte politische Partei Griechenlands und war jahrzehntelang der wichtigste politische Rivale von Mitsotakis' konservativer Partei Nea Dimokratia.