Kiew: Flucht in U-Bahn - Putin bestätigt "massive Bombardierungen"

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Von Euronews mit dpa, AP
Auch die ukrainische Stadt Dnipro am gleichnamigen Fluss wurde bombardiert
Auch die ukrainische Stadt Dnipro am gleichnamigen Fluss wurde bombardiert   -   Copyright  Leo Correa/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.

Nicht nur in Kiew, auch in den anderen an diesem Morgen bombardierten ukrainischen Städten war die Bevölkerung aufgerufen, Zuflucht in Bunkern und anderen Schutzräumen zu suchen.

Mitten in der Rushhour nutzten viele Menschen in Kiew U-Bahn-Schächte. In einer Schule stimmten Kinder während des Luftalarms die Nationalhymne an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wagte sich im Zentrum von Kiew auf offene Straße und hielt dort eine Video-Ansprache: "Der Morgen ist schwierig. Wir haben es mit Terroristen zu tun. Dutzende von Raketen, iranische "Shahids". Sie haben zwei Ziele. Energieanlagen - im ganzen Land. Sie wollen Panik und Chaos, sie wollen unser Energiesystem zerstören. Sie haben keine Chance. Das zweite Ziel ist die Bevölkerung. Der Zeitpunkt und die Ziele waren ausgewählt, um soviel Schaden wie möglich anzurichten. Vergesst nie: die Ukraine war vor dem Feind hier. Und die Ukraine wird auch nach dem Feind hier sein.

Putin bestätigt Bombardierungen

Selenskyj rief die Zivilbevölkerung auf, in den Luftschutzräumen zu bleiben und sich an die Sicherheitsregeln zu halten. Nach Einschätzung des Präsidenten wurden landesweit Dutzende Raketen und iranische Drohnen auf Energieanlagen gefeuert, auch in der Westukraine nahe der Grenze zu Polen. Örtlich gab es Stromausfälle infolge von Explosionen.

Der russische Präsident Wladimir Putin bestätigte, dass das russische Militär gezielt und massiv Energieanlagen in der Ukraine bombardiere. Für den Fall ukranischer Gegenangriffe kündigte Putin Vergeltung an.