Explosion auf Kertsch-Brücke: Putin macht Ukraine verantwortlich

Explosion auf der strategisch wichtigen Brücke zwischen Russland und der Halbinsel Krim
Explosion auf der strategisch wichtigen Brücke zwischen Russland und der Halbinsel Krim Copyright AP/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit dpa
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Russlands Staatschef Putin sieht in der Explosion auf der Kertsch-Brücke einen „Akt des Terrors“ und macht den ukrainischen Geheimdienst SBU dafür verantwortlich. Noch an diesem Montag könnte der nationale Sicherheitsrat Russlands über eine Reaktion beschließen.

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Nach der schweren Explosion auf der Kertsch-Brücke läuft der Verkehr laut Behördenangaben teilweise wieder. Die strategisch wichtige Brücke, die die von Moskau annektierte Halbinsel Krim mit Russland verbindet, wurde durch die Explosion schwer beschädigt. Drei Menschen sind nach offiziellen russischen Angaben dabei ums Leben gekommen.

In einem Treffen mit Russlands nationalem Sicherheitsrat machte Präsident Wladimir Putin den ukrainischen Geheimdienst SBU für die Explosion verantwortlich: "Es besteht kein Zweifel, dass dies ein terroristischer Akt ist, der darauf abzielt, die kritische zivile Infrastruktur Russlands zu zerstören,“ sagte der Kreml-Chef am Sonntag. „Seine Urheber, Täter und Nutznießer sind die Sicherheitsdienste der Ukraine.“

Putin unter Druck

Noch an diesem Montag könnte der nationale Sicherheitsrat Russlands über eine Reaktion entscheiden. Laut Militärexperten könnten die Schäden an der Bücke die Versorgung der russischen Truppen in Cherson und Saporischschja erschweren. Die Bilder von der brennenden Krim-Brücke würden Putin weiterhin unter Druck setzen.

Ein Zeichen der Schwäche Putins?

"Das ist eine klare Bestätigung der Schwäche von Putins Armee, Putins Spezial-Diensten, Putins Staat, Putins Regime, ja Putin selbst“, sagt der politische Analyst Abbas Gallyamov. „Das hat die Opposition natürlich beflügelt, während die Loyalisten demoralisiert sind. Weil sie wieder einmal sehen, dass die Behörden lügen, wenn sie sagen, dass alles nach Plan läuft und sie gewinnen würden. Das demoralisiert sie”, so Gallyamov weiter.

Raketenangriffe auf Saporischschja

Indes suchen die ukrainischen Rettungskräfte in Saporischschja nach Überlebenden der jüngsten russischen Raketenangriffe auf Wohnhäuser in der süd-ukrainischen Stadt. Doch es besteht kaum noch Hoffnung, unter den Trümmern Lebende zu finden. Nach jüngsten Erkenntnissen sind mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Weitere 90 wurden verletzt.

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