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Papst reist als Versöhner der Religionen nach Bahrain und will die Gläubigen vereinen

Der Papst reist nach Bahrain
Der Papst reist nach Bahrain Copyright Marco bertorello/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Copyright Marco bertorello/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Von Eva Reichhardt
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Papst reist nach Bahrain und will die dortigen Gläubigen zusammen bringen, in den Dialog treten und womöglich einen Blick auf Misstände werfen

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Auf seiner mehrtägigen Reise in den Golfstaat Bahrain will Papst Franziskus Vermittler für Frieden und Dialog sein. Der 85 Jahre alte Argentinier fliegt von Rom aus in das Königreich auf der arabischen Halbinsel, wo er am Nachmittag (Ortszeit) erwartet wird. Franziskus wird als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche das Land besuchen. Mit dieser 39. Auslandsreise in seinem Pontifikat führt er seine Annäherung an den Islam fort, nachdem er zuvor den Irak (2021), die Vereinigten Arabischen Emirate (2019) und Ägypten (2017) besuchte.

«Es wird eine Reise im Zeichen des Dialogs sein», sagte Franziskus vor der Reise. Anlass seines Besuchs ist ein Forum, zu dem sich Vertreter verschiedener Religionen vom 3. bis 4. November im Al-Sachir-Palast treffen. Franziskus wird am Freitag die Abschlussrede halten. Bei dem Treffen geht es um die Begegnung zwischen Ost und West zum Wohl des Zusammenlebens. Der Pontifex betete, dass seine Treffen eine Gelegenheit für den Frieden seien.

In Bahrain leben rund 1,5 Millionen Einwohner. Im Frühjahr 2011 waren viele von ihnen, inspiriert von den Demonstrationen in anderen arabischen Ländern, gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Die Proteste wurden von der schiitischen Mehrheit getragen, die sich vom sunnitischen Herrscherhaus diskriminiert fühlt. Unterstützt von saudischen Sicherheitskräften beendete das Militär die Proteste in der Hauptstadt Manama gewaltsam. Seitdem geht die Führung mit harter Hand gegen die schiitische Opposition vor.

Menschenrechtler beklagen den anhaltenden Einsatz von Folter im Land. Auch in mehreren Fällen, in denen Menschen eine Todesstrafe erwartet, hätten die Behörden unter Folter Geständnisse der Betroffenen erzwungen. Organisationen wie Human Rights Watch pochen darauf, dass der Papst das Land bei seinem Besuch zu einem Umdenken drängt. Auch wurden Forderungen laut, dass sich Franziskus für ein Ende der Diskriminierung der Schiiten starkmachen solle.

Offene Kritik sieht das bahrainische Königshaus nicht gerne. Aktivisten fürchten, dass die Regierung den Papst-Besuch zur Schönfärberei nutzen könnte, während gleichzeitig schiitische Geistliche im Gefängnis sitze

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