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Trump: Bahrain und Israel normalisieren Beziehungen

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Trump und Vertraute im Weißen Haus
Trump und Vertraute im Weißen Haus   -   Copyright  Andrew Harnik/ Associated Press
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Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten will auch Bahrain seine Beziehung zu Israel normalisieren und diplomatische Beziehungen zu dem Land aufnehmen. Dies teilte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit.

Er veröffentlichte zudem ein gemeinsames Statement der USA, Bahrains und Israels, indem es hieß, er, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Bahrains König Hamad bin Isa al-Chalifa hätten sich auf diesen historischen Schritt geeinigt. Trump hatte auch die Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten vermittelt.

Durch die Abkommen würden die Emirate und Bahrain nach Ägypten und Jordanien das dritte beziehungsweise vierte arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält. Im Gegenzug für die Einigung will Israel die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen.

Palästinenser-Führung: "Verrat an palästinensischer Sache"

Bahrains König betonte, er halte weiterhin an einer Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt mit den Palästinensern fest.

Die Palästinenser haben die angekündigte Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und dem Königreich Bahrain am Freitagabend scharf kritisiert. Die Palästinenserführung in Ramallah drückte in einer Stellungnahme ihre "starke Ablehnung und Verurteilung" der Vereinbarung aus. Es handele sich um "Verrat an Jerusalem, der Al-Aksa-Moschee und der palästinensischen Sache". Außerdem legitimiere sie "die abscheulichen Verbrechen der israelischen Besatzungsmacht an unserem palästinensischen Volk".

Auch die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas kritisierte die Annäherung Bahrains und Israels am Freitagabend scharf. Die Normalisierung der Beziehungen arabischer Länder mit Israel füge der palästinensischen Sache schweren Schaden zu und unterstütze die israelische Besatzungspolitik, sagte Hamas-Sprecher Hasem Kassem.