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Gaza: Personal in Al-Shifa-Klinik hält heldenhaft die Stellung

Leichen vor Al-Shifa
Leichen vor Al-Shifa Copyright -/AFP or licensors
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Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Wegen des Stromausfalls war das Personal der Al-Shifa-Klinik gezwungen, mehr als 120 Leichen, die sich in der Leichenhalle befanden, im Innenhof des Krankenhauses zu begraben.

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Die von der Hamas kontrollierten Behörden im Gazastreifen melden, dass die Zahl der Todesopfer seit dem 7. Oktober auf mehr als 11.300 gestiegen sei. Sie riefen zu einem Waffenstillstand auf, um mehr als 30 Neugeborene und andere Patienten aus dem größten Krankenhaus zu evakuieren, das sich nach Angaben seines Direktors in ein "Massengrab" verwandelt hat. Wegen des Stromausfalls war das Personal gezwungen, mehr als 120 Leichen, die sich in der Leichenhalle befanden, im Innenhof des Krankenhauses zu begraben.

"Heroischer Einsatz des Krankenhauspersonals"

Die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen spitzt sich nach Angaben internationaler Organisationen weiter zu. Das Schifa-Krankenhaus, die größte Klinik des von Palästinensern bewohnten Küstengebiets, ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) trotz Stromausfalls und den israelischen Angriffen auf Gaza zwar weiter in Betrieb. 

"Für uns ist es wegen des heroischen Einsatzes des verbleibenden Personals ein funktionierendes Krankenhaus", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. Es seien noch rund 700 schwer kranke Patientinnen und Patienten zu versorgen. "Wir betteln um eine Feuerpause." 

Israels Armee kontrolliert Großteil von Gaza

Die israelische Armee kontrolliert bereits einen großen Teil von Gaza-Stadt und den Norden der palästinensischen Enklave. Man habe das Parlament und andere von der Hamas geführte Regierungseinrichtungen in der wichtigsten Stadt übernommen, meldet die Armee.

Auch die Angriffe der Hamas auf Israel gehen weiter. Aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen haben zwei Menschen im Tel Aviver Stadtteil Jaffa verletzt.

Nach Darstellung der israelischen Regierung bricht die Macht der islamistischen Hamas im Gazastreifen durch die Kämpfe immer mehr zusammen. "Die Terrororganisation Hamas hat die Kontrolle über Gaza verloren", erklärte Verteidigungsminister Joav Galant. "Zivilisten plündern Hamas-Stützpunkte und sie haben kein Vertrauen in ihre Regierung", sagte er am Montagabend. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

Internationales Rotes Kreuz verhandelt über Zugang zu Geiseln

In Tel Aviv starteten Menschen einen Marsch nach Jerusalem. Angehörige der von der Hamas entführten Geiseln wollen vor dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Maßnahmen fordern.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verhandelt mit der Hamas über Zugang zu den entführten Geiseln. "Wir bestehen darauf, die Geiseln zu sehen", sagte Sprecherin Fatima Sator am Dienstag in Genf. "Das ist Teil unseres Dialogs mit Hamas." Israels Außenminister Eli Cohen war in Genf zu Gesprächen mit der IKRK-Spitze und UN-Organisationen.

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