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Moskau hat die Technik für das neue Kriegsschiff Nordkoreas geliefert

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un und seine Tochter besuchen die Testschüsse, die auf dem Zerstörer Choe Hyon am 28. und 29. April 2025 durchgeführt wurden
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un und seine Tochter besuchen die Testschüsse, die auf dem Zerstörer Choe Hyon am 28. und 29. April 2025 durchgeführt wurden Copyright  Korean Central News Agency/Korea News Service via AP
Copyright Korean Central News Agency/Korea News Service via AP
Von Aleksandar Brezar
Zuerst veröffentlicht am
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Experten zufolge ist Nordkoreas erster Zerstörer namens Choe Hyon wahrscheinlich mit russischer Hilfe gebaut worden.

Nordkorea hat einen neuen Zerstörer. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un hat ihn gemeinsam mit seiner Tochter Ju-ae in Augenschein genommen. Der 5.000 Tonnen schwere Zerstörer, verfügt nach Angaben Pjöngjangs über die leistungsfähigsten Waffensysteme, die je für ein Marineschiff gebaut wurden. Die öffentliche Demonstration deutet an, dass Pjöngjang weiter aufrüstet.

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Während der Zeremonie am vergangenen Freitag im westlichen Hafen von Nampo bezeichnete Kim den Bau des Schiffes als einen "Durchbruch" bei der Modernisierung der nordkoreanischen Seestreitkräfte. Der Zerstörer wurde auf den Namen Choe Hyon getauft, nach einem nordkoreanischen General, Politiker und Guerillakämpfer aus dem Koreakrieg.

Zerstörer wohl mit russischer Hilfe gebaut

Experten zufolge wurde Nordkoreas erster Zerstörer wahrscheinlich mit russischer Hilfe gebaut. Das Know-how Moskaus könnte im Gegenzug für Tausende nordkoreanischer Soldaten zur Verfügung gestellt worden sein, die im Rahmen eines Verteidigungsabkommens zwischen beiden Ländern im Jahr 2024 an der Seite Russlands gegen die Ukraine kämpfen sollten.

Die Seestreitkräfte Pjöngjangs bleiben zwar hinter denen Südkoreas zurück, doch der Zerstörer stellt eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung dar, denn er verstärkt die Angriffs-und die Verteidigungsfähigkeit Nordkoreas.

Die staatliche Korean Central News Agency berichtete, Kim habe die Tests der Marschflugkörper, der Flugabwehrraketen, der automatischen Geschütze und der elektronischen Störsender des Zerstörers verfolgt.

Er "schätzte die Kombination aus leistungsstarken Angriffswaffen und konventioneller Verteidigung des Schiffes und setzte sich zum Ziel, die nukleare Bewaffnung seiner Marine zu beschleunigen", hieß es in dem Bericht.

Während der Stapellaufzeremonie des Schiffes erklärte Kim, dass die Anschaffung eines atomgetriebenen U-Boots der nächste wichtige Schritt zur Stärkung seiner Marine sei.

Gibt der Kreml seine Militärtechnik weiter?

Eine Analyse von Fotos des Kriegsschiffs zeige, dass das Anti-Luft-Radarsystem wahrscheinlich aus Russland stamme, sagte Lee Illwoo, ein Experte des Korea Defence Network in Südkorea. Auch das Antriebssystem des Kriegsschiffs und einige seiner Luftabwehrwaffensysteme stammten wahrscheinlich aus Russland.

Nordkorea und Russland haben ihre militärische und sonstige Zusammenarbeit in den letzten Jahren stark ausgeweitet, wobei Pjöngjang Truppen und konventionelle Waffen zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen gegen die Ukraine lieferte.

Die USA, Südkorea und ihre Partner befürchten, dass Moskau im Gegenzug Pjöngjang mit Hightech-Waffentechnologien versorgen wird, die das Atomprogramm des Landes verbessern können, und auch andere militärische und wirtschaftliche Unterstützung liefert.

Im März enthüllte Pjöngjang ein im Bau befindliches atomgetriebenes U-Boot. Viele zivile Experten vermuteten damals, dass Nordkorea möglicherweise russische Technologiehilfe für den Bau eines Atomreaktors erhalten hat, der in einem U-Boot eingesetzt werden soll.

Die südkoreanische Spionagebehörde erklärte außerdem, dass Nordkorea ohne russische Unterstützung wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, in absehbarer Zeit ein atomgetriebenes U-Boot einzusetzen.

Lee sagte, dass die Stationierung eines Kriegsschiffs mit einem fortschrittlichen Radarsystem vor der Westküste Nordkoreas die Luftverteidigungskapazitäten Pjöngjangs deutlich verstärken könnte.

Südkorea verfügt über zwölf Zerstörer und ist damit den nordkoreanischen Seestreitkräften immer noch weit überlegen. Dennoch kann die Choe Hyon, die etwa 80 Raketen tragen kann, eine erhebliche Bedrohung darstellen.

Weitere Quellen • AP

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