Zur Unterstützung von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Nordkorea tausende Soldaten an die Front geschickt. Eine vage Idee davon, wie viele nordkoreanische Soldaten für Russland gefallen sind, gibt die Einweihung eines ganzen Wohngebietes für die Familien der Toten.
In Pjöngjang ist eine neue Wohnanlage für Familien von Soldaten fertiggestellt worden, die während Russlands Angriffskrieg in der Ukraine gefallen sind. Damit will Machthaber Kim Jong Un offenbar die Kriegstoten und Kriegsteilnehmer ehren, was er in den vergangenen Monaten immer wieder versucht hat.
Auf in staatlichen Medien in Nordkorea veröffentlichten Fotos ist Kim Jong-un zu sehen, wie er auf der neu eröffneten "Saeppyol-Straße" läuft und die Häuser einiger Familien besucht. Dabei begleitete die immer öfter öffentlich auftretende Tochter Kim Ju-ae ihren Vater. Medienberichten zufolge hat Kim Jong-un beschlossen, die 13-Jährige zu seiner Nachfolgerin zu machen.
Bei der Einweihung der Straße und der Wohngegend versprach Kim Jong-un, dass die "jungen Märtyrer, die ihr ganzes Leben für ihr Heimatland geopfert haben", entschädigt würden.
Kim Jong-un unterstützt Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine
In den vergangenen Monaten hat Nordkorea die Propaganda zur Verherrlichung von Soldaten verstärkt, die in den Krieg Russlands in der Ukraine geschickt wurden. So wurden eine Gedenkmauer errichtet und ein Museum gebaut. Analysten interpretieren dies als den Versuch, die innere Einheit des Landes zu stärken und eine mögliche Unzufriedenheit der Bevölkerung zu verhindern.
In den letzten Monaten hat Kim Jong-un Tausende Soldaten und große Mengen militärischer Ausrüstung - darunter Artillerie und Raketensysteme - nach Russland gesandt, um den Krieg von Wladimir Putin in der Ukraine zu unterstützen. Die beiden Staatschefs, die beide eine komplizierte Beziehung zur US-Regierung haben, hatten sich zuletzt immer enger aneinander angenähert.
Der südkoreanische Geheimdienst informierte Abgeordnete in Seoul, dass schätzungsweise 6.000 nordkoreanische Soldaten im Krieg getötet oder verwundet wurden, machte aber keine genauen Angaben zur Zahl der Toten. 2025 wurde berichtet, dass Südkoreas Behörden von etwa 600 Toten ausgehen.
Der Geheimdienst in Seoul geht davon aus, dass die nordkoreanischen Streitkräfte Erfahrungen mit moderner Kriegsführung gesammelt haben und dass die Zusammenarbeit mit Russland die Leistungsfähigkeit der nordkoreanischen Waffensysteme verbessern könnte.
Auf dem kommenden Parteikongress sollte Kim Jong-un seine wichtigsten innen- und außenpolitischen Ziele für die nächsten fünf Jahre bekannt geben. Experten gehen davon aus, dass der seit 2012 regierende 42 oder 43 Jahre alte Generalsekretär der Arbeiterpartei Nordkoreas seine Macht konsolidieren will.