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Russischer Cyberangriff: Polen "kurz vor einem Blackout"

Die Strom- und Energieversorgung: Interessante Zielscheibe für jegliche Form des Terrorismus
Die Strom- und Energieversorgung: Interessante Zielscheibe für jegliche Form des Terrorismus Copyright  CHRIS GARDNER/AP2005
Copyright CHRIS GARDNER/AP2005
Von Jan Bolanowski & euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Vize-Ministerpräsident Gawkowski hat in einem Radio-Interview enthüllt, dass Polen im Dezember Ziel eines versuchten Cyberangriffs auf das Energiesystem war. "Wir standen kurz vor einem Stromausfall."

Im Interview mit dem Radiosender RMF FM hat der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Digitalisierung Krzysztof Gawkowski enthüllt, dass Polen Ende Dezember Ziel eines versuchten Cyberangriffs auf das Energiesystem war und einem landesweiten Stromausfall, d. h. einer massiven und lang anhaltenden Unterbrechung der Stromversorgung, sehr nahe kam. "Damals stand Polen vor dem schwersten Angriff auf die Energieinfrastruktur, um die Stromversorgung der Bürger Ende Dezember zu unterbrechen. Die digitalen Panzer sind schon da. Wir standen kurz vor einem Blackout", erklärte Gawkowski im Radiosender.

Gawkowski: Russische Sabotage in Polen

Der Minister bezeichnete den Vorfall als russische Sabotage mit dem Ziel, das Energiesystem zu destabilisieren und in Polen Chaos zu stiften. Dank der wirksamen Reaktion der für die Cybersicherheit zuständigen Dienste und Einrichtungen sei es jedoch nicht zu einem Stromausfall gekommen.

Nach Gawkowskis Darstellung waren die Angriffe koordiniert und zielten darauf ab, die Kommunikation zwischen Erzeugungsanlagen und Netzbetreibern zu stören.

Auch Energieminister Milosz Motyka bestätigte, dass es sich um komplexe und schwerwiegende Angriffe gehandelt habe, dass es aber dank der Maßnahmen der Betreiber und der Abwehrsysteme zu keiner Unterbrechung der Energieversorgung gekommen sei.

Zu den Zielen des Angriffs gehörten sowohl ein großes Heizkraftwerk als auch kleinere, über das ganze Land verstreute EE-Quellen.

Gleichzeitig betonte der stellvertretende Ministerpräsident, dass Polen auf diese Art von Bedrohung vorbereitet sei und kein Grund zur Panik bestehe, auch wenn das Ausmaß der Cyberangriffe auf wichtige Systeme zunehme.

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