Bei Protesten gegen Donald Trump und das WEF in Davos kam es in Zürich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Einige Demonstranten warfen Rauchbomben, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse ein.
Mehr als 2.000 Menschen sind in Zürich auf die Straße gegangen, um gegen US-Präsidenten Donald Trump und das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos zu demonstrieren.
Der Protestmarsch von Umwelt- und linken Organisationen richtete sich gegen das "Treffen der Oligarchen" mit Slogans wie "Trump not welcome".
Einige sprayten ihre Parolen während der Demonstration an Fassaden.
Mehrere Demonstrierende warfen Leuchtraketen, Rauchbomben und Feuerwerkskörper. Die Zürcher Polizei reagierte mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen.
Ein Demonstrant zündete eine US-Flagge an.
Laut Oxfam immer mehr Geld in Händen von Milliardären
Am Sonntag gab es auch in Davos Proteste gegen Trump wegen seiner Pläne zu Grönland und der Konzentration von Reichtum in den Händen der globalen Eliten.
Laut einer Oxfam-Analyse gab es im Jahr 2025 weltweit mehr als 3.000 Milliardäre mit einem Gesamtnettovermögen von 18,3 Billionen Dollar, was einem Anstieg von 16 Prozent seit 2024 und 81 Prozent seit 2020 entspricht.
Das Vermögen der Welt ist vor allem in den Händen weniger Menschen konzentriert, war laut Oxfam die wirtschaftlichen und politischen Spaltungen verschärft und die demokratische Stabilität bedroht.
Trump will Davos für seinen Friedensrat für Gaza nutzen
US-Präsident Donald Trump sollte am Mittwoch auf dem Forum in Davos sprechen. Ein Treffenmit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskijwar zunächst nicht geplant.
Für Donnerstag hat Trump eine Unterzeichnungszeremonie der Charta zur Gründung des Friedensrates für den Wiederaufbau des Gazastreifens angekündigt.
Nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron diesem Friedensrat nicht angehören wollte, drohte Donald Trump mit 200 Prozent Zoll auf französischen Wein und Champagner. Ohnehin sei Macron ja nicht mehr lange im Amt, sagte der US-Präsident.
"Präsident Putin hat ebenfalls eine Einladung erhalten, diesem Friedensrat beizutreten". Das gab Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bekannt. Und auch Belarus-Machthaber Alexander Lukaschenko wurde von Trump in den sogenannten "Board of Peace" eingeladen.