Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Werbung mit Merz für Anlageplattform? Deepfake-Betrug erreicht Rekordniveau

DATEI - Eine Person arbeitet an einem Laptop in Hudson, USA, am 16. November 2022.
DATEI - Eine Person arbeitet an einem Laptop in Hudson, USA, am 16. November 2022. Copyright  Anadolu
Copyright Anadolu
Von Estelle Nilsson-Julien
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Da die Fälschungen immer raffinierter werden, stieg der Betrag, der durch Online-Betrug verloren geht, im Jahr 2025 an.

Das Internet ist voll von Versprechen: von Programmen, die behaupten, Nutzer schnell reich zu machen, über Dating-Apps, die versprechen, mit ein paar Klicks den perfekten Partner zu finden, bis hin zu Schnäppchenangeboten für idyllische Ferien.

WERBUNG
WERBUNG

Doch mit all diesen Möglichkeiten geht auch das Risiko einher, betrogen zu werden. Und da die Betrugsmaschen immer raffinierter werden, steigen auch die Summen, die durch Online-Betrug verloren gehen.

Laut einer neuen Studie des Cybersicherheitsunternehmens SkyShark wurden im Jahr 2025 weltweit rund 1,1 Milliarden Dollar (930 Millionen Euro) durch Betrug mithilfe von Deepfakes ergaunert. Das ist dreimal so viel wie die rund 304 Millionen Euro, die im Jahr 2024 durch derartige Betrügereien verloren gingen.

Mehr als 80 % dieser Verluste entstanden über soziale Medien, wobei Facebook, WhatsApp und Telegram die am stärksten betroffenen Plattformen waren.

Die lukrativsten Deepfake-Betrügereien nutzten Video- und Audioelemente, um sich als berühmte Personen auszugeben – von Prominenten bis hin zu führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Finanzsektor – und so für betrügerische Investitionen zu werben.

Im Jahr 2025 waren auch europäische Politiker vor diesen Machenschaften nicht gefeit. So wurde beispielsweise in einem Deepfake-Video eine Rede des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki so verändert, dass es den Anschein hatte, er würde für eine betrügerische Anlageplattform werben.

In einem weiteren Deepfake-Video, das sich im Sommer verbreitete, forderte Bundeskanzler Friedrich Merz die Öffentlichkeit auf, sich bei einer Anlageplattform anzumelden. Verbraucherschutzorganisationen schlugen daraufhin wegen des gefälschten Videos Alarm.

Auch der Liebesbetrug, bei dem Betrüger mithilfe realistischer Videos und Audiodateien vorgetäuschte romantische Beziehungen zu ihren Opfern aufbauen, ist auf dem Vormarsch. Sobald sie ihre Opfer davon überzeugt haben, dass eine echte Beziehung besteht, bitten sie in der Regel um Geld, angeblich für dringend notwendige medizinische Behandlungen. Zudem verleiten Romantikbetrüger ihre Opfer zu betrügerischen Investitionsplänen.

In Frankreich wurde Anfang 2025 die Geschichte einer Frau bekannt, die sich in einen Mann verliebt hatte, von dem sie glaubte, er sei Brad Pitt.

In Wirklichkeit wurde sie von einem ausgeklügelten Betrügerring hereingelegt, der sie davon überzeugte, dass der Hollywood-Star schwer krank sei und Geld für medizinische Behandlungen benötige – was sie dazu veranlasste, mehr als 800.000 Euro zu überweisen.

Obwohl die Betrüger weltweit agieren, gibt es regionale Zentren in Westafrika (insbesondere in Nigeria und Ghana) sowie in Südostasien, darunter Kambodscha, Myanmar und die Philippinen.

Die Verluste bei Liebesbetrügereien sind in der Regel geringer als bei Anlagebetrügereien. Sehr gezielte Angriffe können bei den Opfern jedoch schwere psychische Schäden hinterlassen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

„Neueste Form der Viktimisierung“: Paris Hilton kämpft gegen KI-Deepfakes

Werbung mit Merz für Anlageplattform? Deepfake-Betrug erreicht Rekordniveau

ZDF zeigt KI-Fake im "Heute Journal" – Empörungswelle breitet sich aus