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Chameneis Sohn soll Irans neuer Oberster Führer sein

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Foto-Datei Copyright  AP Photo/Vahid Salemi
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Von Georgios Aivaliotis mit AP, Iran International
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Modschtaba Chamenei, der älteste Sohn des bei Luftschlägen Israels und der USA getöteten Ali Chamenei, ist nach Berichten von Exil-Medien zum neuen Obersten Führer des Iran gewählt worden. Israel droht jedem möglichen Nachfolger mit Ermordung.

Der zweitälteste Sohn von Ajatollah Ali Chamenei, der 56-jährige Modschtaba Hosseini Chamenei, ist als Nachfolger seines Vaters zum neuen Obersten geistlichen Führer des Iran gewählt worden. Das berichtet Iran International, ein Medium der iranischen Opposition im Exil.

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Iran International beruft sich auf gut informierte Quellen aus dem Iran, die anonym bleiben wollten. Offenbar ist die Wahl des Sohnes des getöteten Ali Chamenei nicht unumstritten.

Strippenzieher im Hintergrund

Der 56-jährige neue Ajatollah stand zuvor nicht wirklich im öffentlichen Rampenlicht, doch er galt als sehr einflussreich, ging im Büro seines Vaters ein und aus und soll in iranischen Sicherheitskreisen gut vernetzt sein.

Modschtaba Hosseini Chamenei (auch: Khamenei) wurde am 8. September 1969 in der Stadt Moshad geboren. Er studierte Theologie in Ghom und trat 2009 den Islamischen Revolutionsgarden bei.

Der älteste Sohn des langjährigen Obersten Führers des Iran hatte bisher nie ein öffentliches Amt inne, war aber 2019 als Präsidentschaftskandidat im Gespräch. Er soll schon 2005 daran beteiligt gewesen sein, dass der sehr konservative Mahmud Ahmadineschād zum Präsidenten gewählt wurde. Berichten zufolge wurde Ahmadineschad ebenso wie Ali Chamenei bei den Luftschlägen Israels und der USA in den ersten Tagen des Krieges getötet.

Modschtaba Chamenei galt als Bindeglied zwischen dem theokratischen Regime und den Revolutionsgarden.

Iran International zufolge zweifeln einige in Iran an der religiösen Legitimation des Sohnes von Ali Chamenei, der zwar Theologie studiert hat, aber zuvor kein Ayatollah war und nicht zu den höchsten Geistlichen des Iran gehört.

Israel droht mit Ermordung - egal, "wie er heißt oder wo er sich versteckt"

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Mittwoch, dass jeder Nachfolger des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei ein "Ziel" für eine weitere "Eliminierung" sei. In einer Mitteilung schrieb Katz egal, "wie er heißt oder wo er sich versteckt."

Mit der Ermordung drohte Israels Verteidigungsminister jedem Chamenei-Nachfolger, der ernannt werde, "um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken."

Die Trauerfeier für den im Alter von 86 Jahren getöteten Ali Chamenei sind noch nicht abgeschlossen. An diesem Mittwoch können die Menschen in einer Moschee in Teheran an seinem Sarg dem langjährigen Obersten Führer ihre letzte Ehre erweisen. Danach war laut iranischen Medien ein Trauermarsch durch die Hauptstadt geplant.

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