Ein Militärhubschrauber der katarischen Luftwaffe ist bei einer gemeinsamen Übung mit der Türkei ins Meer gestürzt. Sieben Menschen kamen ums Leben – die Ursache soll eine technische Störung gewesen sein.
Das Ministerium für Nationale Verteidigung (MND) in Katar teilte am Sonntag mit, dass ein Hubschrauber der katarischen Luftwaffe in einen Unfall verwickelt war.
„Die militärische Zusammenarbeit und die Koordinierungsaktivitäten zwischen der Republik Türkei und dem Staat Katar werden im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen und Pläne ununterbrochen fortgesetzt. Ein Hubschrauber der katarischen Streitkräfte, der im Rahmen des Gemeinsamen Streitkräftekommandos Katar-Türkei Trainingsaktivitäten durchführte, stürzte am Abend des 21. März nach vorläufigen Erkenntnissen infolge einer technischen Störung ins Meer“, heißt es in der Mitteilung.
„Das Wrack des Hubschraubers sowie die Leichen der Verunglückten wurden lokalisiert, und die Such- und Rettungsmaßnahmen wurden umgehend eingeleitet. Vier Angehörige der katarischen Streitkräfte, ein Angehöriger der türkischen Streitkräfte sowie zwei Techniker des Rüstungsunternehmens ASELSAN kamen bei dem Unfall ums Leben.“
Das Verteidigungsministerium erklärte, die genaue Unfallursache werde nach einer Untersuchung durch die katarischen Behörden geklärt.
„Wir bitten um Gottes Barmherzigkeit für die Opfer dieses tragischen Unglücks, wünschen ihren Familien Geduld und sprechen den türkischen Streitkräften, den katarischen Streitkräften, ASELSAN, der türkischen Nation sowie dem brüderlichen Volk Katars unser Beileid aus“, hieß es weiter.
Der Hohe Strategische Ausschuss Türkei–Katar wurde im Dezember 2014 gegründet. Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern insbesondere in den Bereichen Militär und Verteidigungsindustrie deutlich intensiviert.
Die am 19. Dezember 2014 unterzeichnete "Gemeinsame Absichtserklärung zur Einrichtung eines Hohen Strategischen Ausschusses zwischen der Republik Türkei und dem Staat Katar" bildet die Grundlage der Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen militärische Ausbildung und Verteidigungsindustrie. Sie sieht auch die Stationierung türkischer Streitkräfte in Katar vor.
Das Abkommen wurde am 10. Februar 2015 in die Große Nationalversammlung der Türkei eingebracht und am 5. März 2015 vom Auswärtigen Ausschuss gebilligt.
In der Folge wurden türkische Streitkräfte in Katar stationiert und gemeinsame Militärübungen durchgeführt.
Am 14. Dezember 2019 wurde schließlich das Hauptquartier des Gemeinsamen Streitkräftekommandos Katar–Türkei im Beisein der Verteidigungsminister und Generalstabschefs beider Länder eröffnet. Die Einrichtung trägt den Namen Khalid-bin-Walid-Kaserne.