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Drohnenlieferant für Russland ausgespäht: Zwei mutmaßliche Spione festgenommen

Zwei mutmaßliche Spione für Russland wurden in Deutschland und Spanien festgenommen. (Symbolbild)
Zwei mutmaßliche Spione für Russland wurden in Deutschland und Spanien festgenommen. (Symbolbild) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein deutscher Drohnenhersteller ist mutmaßlich Opfer von Spionage geworden. Zwei tatverdächtige Spione, die geheime Informationen an Russland weitergegeben haben sollen, wurden festgesetzt.

Zwei mutmaßliche Spione sind am Dienstag vom Generalbundesanwalt festgenommen worden. Sie sollen mutmaßlich einen deutschen Drohnenlieferant ausgespäht und die Informationen an Russland weitergegeben haben.

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Die rumänische Staatsangehörige Alla S. wurde am Montag in Rheine in Nordrhein-Westfalen gestgenommen. Ein weiterer Tatverdächtiger konnte durch einen europäischen Haftbefehl im spanischen Elda im Großraum Alicante festgenommen werden. Sergey N. ist ukrainischer Staatsangehöriger.

Mutmaßliche Spionage für Russland bei Drohnenlieferant

Der Generalbundesanwalt wirft den Verdächtigen vor, im Auftrag des russischen Geheimdienstes gehandelt zu haben. Die beiden mutmaßlichen Spione sollen sowohl online als auch vor Ort Informationen über ein deutsches Unternehmen gesammelt haben. Der ukrainische Staatsangehörige soll außerdem Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer möglicherweise observierten Person angefertigt haben.

Das betroffene Unternehmen soll Drohnen und dazugehörige Bauteile an die Ukraine geliefert haben.

Nachdem der ukrainische Staatsangehörige Deutschland verlassen haben soll, soll die rumänische Tatverdächtige seine Rolle ab März 2026 übernommen haben. "Die Ausspähaktionen dienten mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson", heißt es in der Mitteilung des Generalbundesanwalts.

Nach der Beobachtung des Arbeitsortes soll Alla S. auch die Meldeadresse des Unternehmers ausfindig gemacht haben und die Örtlichkeit mit dem Mobiltelefon gefilmt haben.

Die Ermittler vermuten nach Informationen des Spiegels, dass die Spähaktionen der "Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson" dienen sollten. Demnach seien auch physische Angriffe oder ein Mordanschlag auf den Drohnenlieferanten nicht ausgeschlossen gewesen.

Entscheidung über Untersuchungshaft am Mittwoch

Die rumänische Tatverdächtige soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden wird. Auch der ukrainische Staatsangehörige Sergey N. soll in Deutschland dem Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Zuvor muss er aus Spanien überstellt werden.

An dem Verfahren waren bislang auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bayerische Landeskriminalamt beteiligt.

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