Nach den Wahlniederlagen der SPD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist eine Entspannung nicht in Sicht. Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts INSA für Bild rutschen die Sozialdemokraten auf ihren niedrigsten Wert seit Januar 2026. Die AfD zieht gleichauf mit der Union.
Die AfD steht aktuell in Umfragen so stark wie selten zuvor.
Im aktuellen Sonntagstrend liegt die Rechtsaußen-Partei auf Augenhöhe mit der Union. In der vom Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die Bild durchgeführten repräsentativen Umfrage kommen beide Parteien jeweils auf 26 Prozent. Die SPD büßt einen Prozentpunkt ein und fällt auf 14 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Mitte Januar.
Die übrigen Parteien bleiben im neuen Sonntagstrend auf dem Niveau der Vorwoche: Die Grünen erzielen unverändert zwölf Prozent, die Linke kommt weiter auf elf Prozent. Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als auch die FDP liegen jeweils bei drei Prozent und würden damit den Sprung ins Parlament verfehlen.
Eine Regierungsbildung mit der AfD bleibt schwierig, da andere Parteien Kooperation ablehnen. Gleichzeitig wächst ihr Einfluss im politischen Diskurs.
Was würden die Umfragewerte für eine Regierungsbildung bedeuten? Für eine Mehrheit im Parlament wären 45 Prozent nötig.
Die amtierende schwarz-rote Koalition liegt derzeit nur bei 40 Prozent, Rot-Rot-Grün bei 37 Prozent – beides reicht nicht für eine stabile Mehrheit. Eine Koalition aus Union und AfD (Schwarz-Blau) mit 52 Prozent schließt die Union kategorisch aus. Am wahrscheinlichsten wäre daher unter den gegebenen Umständen eine Kenia-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen, die gemeinsam ebenfalls auf 52 Prozent kommt.
Umfragen geben grundsätzlich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wieder und stellen keine Prognose für das Wahlergebnis dar.