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Tödlicher Zoff in Kamtschatka: Zwei Touristen sterben

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Demo-Foto. Copyright  AP Photo
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Von Dimitri Kavalerov
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Eine Touristengruppe im russischen Kamtschatka hat Zoff und geht auseinander – eine tödliche Entscheidung. Der Katastrophenschutz fahndet und findet zwei der Touristen – tot.

Im Gebiet des Avacha-Passes in Kamtschatka fand die Suche nach den vermissten Touristen ein tragisches Ende, wie der Leiter des Ministeriums für Notfallsituationen der Region Kamtschatka, Sergej Lebedew, in den sozialen Netzwerken bekannt gab.

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Ihm zufolge kennen die Behörden das Schicksal jedes einzelnen Mitglieds der Reisegruppe: Fünf wurden lebend gefunden, zwei starben. Die Überlebenden sind schwer erfroren und brauchen medizinische Hilfe.

Die Touristengruppe - ursprünglich bestehend aus neun Menschenaus St. Petersburg und Tscherepowez - verlässt Ende März das Dorf Pinachevo, um durch den malerischen, von Vulkanen umgebenen Naturpark Nalychevo zu wandern. Die Rückkehr war für den 10. April geplant.

Am 9. April jedoch meldete der Organisator, der selbst nicht an der Expedition teilnahm, sieben Touristen als vermisst. Er sagte, es habe zuvor einen Konflikt in der Gruppe gegeben und sie habe sich aufgeteilt : zwei Touristen hätten eine Route genommen und sieben eine andere; die größere Gruppe habe keinen Kontakt mehr zueinander gehabt.

Der Grund für den Zoff: eine Meinungsverschiedenheit

Der Grund für den Konflikt war eine Meinungsverschiedenheit über die Route, berichtete REN TV unter Berufung auf eine Quelle. "Die Anführerin der Gruppe - Liza Jescherkina - bot an, die Route auf eine schwierigere als die ursprünglich geplante zu ändern, doch die Gruppe lehnte dies ab", berichtete die Medienanstalt. Sein Gesprächspartner gab an, dass das Mädchen zusammen mit ihrem Freund abgehauen sei und das Walkie-Talkie und den Brenner mitgenommen habe, so dass die Leute ohne Kommunikation zurückgeblieben seien.

Tass berichtete von Touristen, die bereits Erfahrung mit der von den sieben Wanderern gewählten Route haben. Sie beschreiben diese als schwierig. Selbst bei klarem Wetter könne man sich dort leicht verirren, wenn man keine Kommunikationsmittel hat. Nach Angaben von Meteorologen geriet die Gruppe der sieben Wanderer kurz nach dem Konflikt in starken Wind und Schneesturm.

An der Suchaktion waren 22 Retter und 12 Ausrüstungseinheiten beteiligt, darunter ein Mi-8-Hubschrauber des Ministeriums für Notstandssituationen.

Nach Ansicht von Experten war die Ursache der Tragödie die Vernachlässigung der Sicherheitsvorschriften. Bei den toten Touristen handelt es sich um junge Männer der Jahrgänge 2001 und 2003.

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