Am Flughafen in München stehen zahlreiche Maschinen der Lufthansa still: Die Piloten der Airline haben am Montag einen zweitägigen Streik begonnen. Jetzt steht fest, dass die Kabinengewerkschaft Ufo nachzieht.
Die Piloten der Airline haben am Montag einen zweitägigen Streik begonnen und sorgen damit für erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr in Deutschland.
Nach Angaben der Fluggesellschaft mussten bereits am ersten Streiktag zahlreiche Verbindungen gestrichen werden. Besonders betroffen sind die Drehkreuze in München und Frankfurt, wo ein Großteil der Flüge ausfällt oder sich deutlich verspätet. Tausende Passagiere sind von den Arbeitsniederlegungen betroffen und müssen ihre Reisepläne kurzfristig ändern.
Mit dem Ausstand wollen die Piloten den Druck in laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Streitpunkte sind unter anderem Gehalt, Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven für das Cockpitpersonal. Die Gewerkschaft hatte den Streik im Vorfeld angekündigt, nachdem Gespräche mit der Lufthansa ergebnislos geblieben waren.
Ersatzflugplan geplant
Die Airline kritisierte den Ausstand scharf und warnte vor weitreichenden Folgen für Reisende und den Luftverkehr insgesamt. Man arbeite daran, einen Ersatzflugplan aufzustellen und möglichst viele Verbindungen aufrechtzuerhalten, hieß es.
Indes ist keine schnelle Entspannung in Sicht: Die Kabinengewerkschaft UFO hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und CityLine dazu aufgerufen, am Mittwoch und Donnerstag an zwei weiteren ganztägigen Streiks teilzunehmen. Der Aufruf erfolgte noch während des laufenden Pilotenstreiks.
Der Streik beginnt am Mittwoch um 00:01 Uhr und endet am Donnerstag um 23:59 Uhr. "Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München", so die Gewerkschaft Ufo in einer offiziellen Mitteilung.
Der Streik dürfte damit auch über die ersten beiden Tage hinaus spürbare Auswirkungen auf den Flugverkehr haben. Lufthansa empfiehlt Passagieren, den Status ihres Fluges regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten in Betracht zu ziehen.