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Neue Spannungen im Golf: Iran garantiert Schifffahrt - Trump warnt vor härteren Angriffen

Containerschiffe liegen in der Straße von Hormuz vor Bandar Abbas vor Anker, 4. Mai 2026
Containerschiffe liegen in der Straße von Hormuz vor Bandar Abbas vor Anker, 4. Mai 2026 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
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Trump sagt, dass die USA die Eskortierung von Schiffen durch Hormuz aufgrund von Fortschritten beim Friedensabkommen aussetzen.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben am Mittwoch erklärt, dass die Sicherheit der Handelsschifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gewährleistet werde.

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"Wir danken Kapitänen und Reedereien im Persischen Golf und im Golf von Oman für die Einhaltung der iranischen Vorschriften für die Straße von Hormus und ihren Beitrag zur maritimen Sicherheit in der Region", erklärten die Revolutionsgarden in einem Beitrag in sozialen Medien. "Nachdem die Bedrohungen durch den Aggressor neutralisiert und neue Protokolle eingeführt wurden, wird eine sichere und stabile Passage durch die Straße von Hormus gewährleistet sein."

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Mittwoch ebenfalls in sozialen Medien und drohte mit neuen Angriffen auf den Iran, falls es keine Einigung zur Beendigung des Krieges gebe.

"Wenn sie nicht zustimmen, werden die Bombardierungen wieder beginnen – und sie werden leider deutlich heftiger und intensiver sein als zuvor", schrieb Trump auf Truth Social.

Weiter erklärte Trump: "Sollte Iran dem zustimmen, was vereinbart wurde – was möglicherweise eine große Annahme ist –, wird die bereits legendäre ‚Epic Fury‘ beendet, und die äußerst effektive Blockade wird dafür sorgen, dass die Straße von Hormus für alle offen bleibt, einschließlich für den Iran."

A screenshot of a post on US President Donald Trump's Truth Social account, 6 May, 2026
A screenshot of a post on US President Donald Trump's Truth Social account, 6 May, 2026 @realDonaldTrump

Bereits zuvor hatte Trump am Mittwoch erklärt, die USA würden ihre erst vor zwei Tagen gestartete Mission zur Eskorte von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus vorübergehend aussetzen. Als Grund nannte er die Hoffnung auf eine Friedensvereinbarung mit dem Iran.

Trotz der militärischen Zwischenfälle in der Meerenge in den vergangenen Tagen sagte Trump, bei den Verhandlungen seien "große Fortschritte" erzielt worden. Die Operation zur Begleitung von Schiffen werde "für kurze Zeit pausiert, um zu sehen, ob das Abkommen abgeschlossen und unterzeichnet werden kann".

Trump erklärte zudem, die Entscheidung sei nach einer Anfrage Pakistans und weiterer Staaten getroffen worden. Gleichzeitig betonte er jedoch, die Blockade iranischer Häfen werde "in vollem Umfang bestehen bleiben".

Der Streit um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sowie um das iranische Atomprogramm steht im Zentrum der festgefahrenen Gespräche zwischen Washington und Teheran nach zwei Monaten Krieg. Auslöser waren die US-israelischen Angriffe Ende Februar.

Am Montag griff der Iran US-Streitkräfte mit Raketen und Drohnen an. Washington erklärte zugleich, sechs iranische Boote angegriffen zu haben, denen vorgeworfen wird, die Handelsschifffahrt bedroht zu haben. Es war die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten der einmonatigen Waffenruhe am 8. April.

Am Mittwoch teilte zudem die französische Reederei CMA CGM mit, eines ihrer Schiffe sei in der Straße von Hormus angegriffen worden.

"Die CMA CGM San Antonio wurde gestern bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus Ziel eines Angriffs. Dabei wurden Besatzungsmitglieder verletzt und das Schiff beschädigt", erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Verletzten seien zur Behandlung evakuiert worden.

Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff wurde einen Tag nach Beginn der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Operation "Project Freedom" angegriffen.

Araghtschi in China

Unterdessen hält sich Irans Außenminister Abbas Araghtschi in China auf, wo er in Peking Gespräche mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi führte.

China zählt trotz der von den USA verhängten Sanktionen weiterhin zu den wichtigsten Abnehmern iranischen Öls. Washington versucht mit den Strafmaßnahmen, die Einnahmen Teherans massiv einzuschränken.

Wang rief zu einem Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten auf und forderte die USA sowie den Iran dazu auf, die Straße von Hormus „so schnell wie möglich“ wieder vollständig zu öffnen.

Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi meets China's Foreign Minister Wang Yi in Beijing, 6 May, 2026
Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi meets China's Foreign Minister Wang Yi in Beijing, 6 May, 2026 AP Photo

"China ist der Auffassung, dass die Kampfhandlungen unverzüglich vollständig eingestellt werden müssen. Eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten wäre noch weniger akzeptabel, und weitere Verhandlungen bleiben unerlässlich", sagte Wang.

Araghtschis Reise findet wenige Tage vor dem geplanten China-Besuch von US-Präsident Donald Trump am 14. und 15. Mai statt. Dort will Trump mit Staatschef Xi Jinping zusammentreffen. Die Reise war zuvor wegen des Krieges verschoben worden.

Trump hatte den Iran am Dienstag aufgefordert, "das Richtige zu tun" und einem Abkommen zuzustimmen. Zugleich erklärte er, er wolle nicht noch mehr Iraner töten.

Irans Präsident Massud Peseschkian betonte dagegen, Teheran bleibe offen für Gespräche, wies die US-Forderungen nach "maximalem Druck" jedoch als "unmöglich" zurück.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, die Vereinigten Staaten seien "nicht auf einen Kampf aus", warnte aber, weitere iranische Angriffe würden mit "überwältigender und verheerender" Gewalt beantwortet.

Auch Israels Luftwaffenchef Omer Tischler sagte, das Militär sei bereit, "bei Bedarf die gesamte Luftwaffe nach Osten zu verlegen".

US President Donald Trump speaks before signing a proclamation in the Oval Office at the White House, 5 May, 2026
US President Donald Trump speaks before signing a proclamation in the Oval Office at the White House, 5 May, 2026 AP Photo

Zum zweiten Mal in Folge erklärten die Vereinigten Arabischen Emirate am Dienstag, sie hätten iranische Raketen und Drohnen abgefangen. Der Iran wies die Vorwürfe jedoch "kategorisch" zurück.

"Die Streitkräfte haben keinerlei Raketen- oder Drohnenangriffe durchgeführt", erklärte das iranische Militärkommando.

Der Krieg belastet trotz der im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe weiterhin die Weltwirtschaft erheblich.

Weitere Quellen • AFP

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