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Iran richtet Luft- und Raumfahrtingenieur wegen Spionagevorwürfen für CIA und Mossad hin

DATEI: Ein Angehöriger einer Spezialeinheit der Polizei hält auf dem Platz der Islamischen Revolution (Enqelab-e-Eslami) im Zentrum von Teheran Wache, 30. März 2026
DATEI: Ein Angehöriger einer Spezialeinheit der Polizei hält auf dem Platz der Islamischen Revolution (Enqelab-e-Eslami) im Zentrum von Teheran Wache, 30. März 2026 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Euronews Persian
Zuerst veröffentlicht am
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Der Iran hat den 29-jährigen Ingenieur Erfan Shakourzadeh wegen Spionagevorwürfen hingerichtet. Er hatte zuvor in einem aus dem Gefängnis geschmuggelten Schreiben erklärt, sein Geständnis sei unter Folter erzwungen worden.

Der Iran hat am Montag den 29-jährigen Luft- und Raumfahrtingenieur Erfan Shakourzadeh wegen Spionagevorwürfen hingerichtet. Menschenrechtsorganisationen hatten zuvor vor seiner bevorstehenden Hinrichtung gewarnt und ein aus dem Gefängnis geschmuggeltes Schreiben veröffentlicht, in dem er angab, sein Geständnis sei unter Folter erzwungen worden.

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Shakourzadeh, geboren 1996, studierte Elektrotechnik an der Universität Tabriz und schloss sein Masterstudium in Luft- und Raumfahrttechnik sowie Satellitentechnologie an der Iran University of Science and Technology als Jahrgangsbester ab. Er galt als eines der vielversprechenden Nachwuchstalente im iranischen Raumfahrtsektor und arbeitete für eine auf Satellitentechnologie spezialisierte wissenschaftliche Einrichtung, bevor er im Februar 2025 vom Geheimdienst der Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen wurde.

Die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Mizan bezeichnete ihn als "gemeinsamen Spion der CIA und des Mossad" und behauptete, er sei aufgrund seiner Fachkenntnisse gezielt angeworben worden. Laut iranischer Justiz habe er versucht, in mehreren Phasen Kontakt zu ausländischen Geheimdiensten aufzunehmen und diesen geheime Informationen übermittelt.

Achteinhalb Monate Isolationshaft und Folter

Details zu den angeblichen Beweisen oder zum Gerichtsverfahren wurden nicht veröffentlicht.

In seiner aus dem Gefängnis geschmuggelten Erklärung wies Shakourzadeh die Vorwürfe zurück. Er schrieb: "Ich bin Erfan Shakourzadeh, 29 Jahre alt, einer der wenigen sogenannten Eliten, die sich geweigert haben, auszuwandern." Weiter heißt es, er sei vor einem größeren regionalen Konflikt vom IRGC-Geheimdienst unter Spionageverdacht festgenommen und über achteinhalb Monate in Isolationshaft sowie unter Folter zu einem Geständnis gezwungen worden.

Menschenrechtsorganisationen berichteten, dass er kurz vor seiner Hinrichtung in das Gefängnis Qezel Hesar in Karaj verlegt wurde. Zuvor war er im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert.

Mit seiner Hinrichtung steigt die Zahl der in den vergangenen Wochen im Iran exekutierten Personen wegen angeblicher Sicherheitsdelikte und politischer Aktivitäten auf fast 30. Beobachter werfen Teheran seit Jahren vor, Oppositionelle und mutmaßliche Regimegegner in Schnellverfahren zu verurteilen, häufig auf Grundlage umstrittener Geständnisse und ohne transparente Beweisführung.

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