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Ölpreise geben nach: Trump stoppt geplanten Militärschlag gegen Iran

Leere Öltanks auf dem Gelände einer großen BP-Raffinerie in Gelsenkirchen, aufgenommen am Mittwoch, dem ersten April 2026.
Leere Öltanks sind am Mittwoch, dem ersten April zweitausendsechsundzwanzig, in einer großen BP-Raffinerie im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen zu sehen. Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am
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Trump stoppt geplanten Militärschlag gegen Iran – Ölpreise geben am Dienstag nach.

Die internationale Referenzsorte Brent verbilligte sich um rund ein Komma drei Prozent auf 110,61 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um knapp null Komma neun Prozent nach und kostete zuletzt 103,43 Dollar je Barrel. Anleger reagierten damit auf neue Äußerungen von Donald Trump.

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Der US-Präsident erklärte, er verschiebe einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran auf Wunsch von Golfstaaten. Hintergrund seien „ernsthafte Verhandlungen“ mit Teheran. Das nahm Beobachtern etwas die Sorge vor Engpässen bei der Ölversorgung.

Trumps überraschende Ankündigung in sozialen Netzwerken am Montag folgte kurz nachdem Iran erklärt hatte, es habe auf einen neuen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges geantwortet.

Ölvorräte schwinden rasant

Die jüngste Entwicklung folgt auf eine Warnung von Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur (IEA). Er sagte am Montag beim Treffen der G7-Finanzminister in Paris, die kommerziellen Öllagerbestände gingen rasant zurück und wegen der Schließung der Straße von Hormus reichten die weltweiten Reserven nur noch für wenige Wochen.

Vorläufige IEA-Daten zeigen, dass die weltweiten Ölvorräte im März um 129 Millionen Barrel und im April um weitere 117 Millionen Barrel sanken. Auslöser waren US- und israelische Angriffe auf den Iran und die darauf folgenden Störungen der Exporte aus der Golfregion.

Am stärksten schrumpften die Bestände in den OECD-Staaten: Dort gingen die an Land gelagerten Vorräte um 146 Millionen Barrel zurück. In Nicht-OECD-Ländern nahmen die sichtbaren Lagerbestände um 24 Millionen Barrel ab.

Nach Angaben der Agentur summieren sich die Ausfälle bei der Rohölförderung der Golfstaaten inzwischen auf mehr als eine Milliarde Barrel. Täglich können über 14 Millionen Barrel die Region nicht verlassen.

Die IEA rechnet mit einer möglichen Erholung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf, falls ab dem dritten Quartal eine schrittweise Öffnung der Straße von Hormus vereinbart wird.

„Da die weltweiten Ölvorräte bereits in Rekordtempo abschmelzen, sind vor der Nachfragespitze im Sommer weitere Preisschwankungen wahrscheinlich“, heißt es weiter im jüngsten IEA-Bericht.

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