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Vor Putin-Besuch in China: Verzweifelte Russinnen haben Bitte an Xi Jinping

Region Irkutsk: Eingabe der Bewohner des Mikroviertels Berjosowy der Gemeinde Markowskoje
Petition der Anwohner des Wohngebiets Berjosowy im Gemeindebezirk Markowski in der Oblast Irkutsk Copyright  Скриншот с видео YouTube
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Von Lilia Sergejeva / Лилия Сергеева
Zuerst veröffentlicht am
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Verzweifelte Bewohner des Gebiets Irkutsk in Russland bitten Chinas Staatschef kurz vor dem Besuch von Wladimir Putin in Peking um Hilfe beim Bau einer Schule. Im Gegenzug versprechen sie, Chinesisch zu lernen.

Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Markowski in der Oblast Irkutsk haben Russlands Außenminister Sergej Lawrow gebeten, sich an Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zu wenden. Dieser solle den Bau einer Schule im Ortsteil Berjosowy finanzieren - "im Rahmen des ethnokulturellen Pluralismus und der aktiven Entwicklung kultureller Beziehungen zu China". Das berichtet der Kanal Ostorozhno, novosti.

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In einer Videobotschaft , die kurz vor seiner Reise nach Peking auch an Russlands Präsidenten Wladimir Putin gerichtet ist, klagen die Betroffenen, dass die Präsidialverwaltung ihre Anfragen in den vergangenen fünf Jahren nur an nachgeordnete Stellen weitergereicht habe – unter anderem an den Gouverneur der Oblast Irkutsk, das Bauministerium und das Bildungsministerium. Von dort bekämen sie nur "endlose Standardantworten".

Gebraucht werden Plätze in Kindergärten und Schulen

Nach Angaben der Bewohnerinnen und Bewohner leben in der Gemeinde rund 40.000 Menschen, die vorhandenen Schulen bieten aber insgesamt nur etwa Platz für 2.500 Schülerinnen und Schüler. Außerdem haben die Behörden nach ihren Worten vor zwei Jahren im Wohnviertel Berjosowy auch den Bau eines Kindergartens gestoppt, und Betreuungsplätze für Vorschulkinder seien "kritisch" knapp.

"Wie Sie unter diesen Umständen die Geburtenrate steigern wollen, ist uns, ehrlich gesagt, ein großes Rätsel“, sagen die über diese Perspektiven empörten Leute.

Wie Ostorozhno, novosti berichtet , müssen die Kinder zum Unterricht in Nachbarorte fahren, weil es in der Nähe keine Schule gibt. "Die Schule im Ort Lugowoi liegt etwa 12 Kilometer entfernt. Man kommt nur mit dem Bus oder mit dem eigenen Auto dorthin. Ohne Stau dauert die Fahrt 15 bis 20 Minuten, mit Stau bis zu 40 Minuten, und dazu kommt noch, dass es kaum richtige Straßen gibt“, erzählen die Anwohnerinnen und Anwohner.

"Wir sind bereit, sofort Chinesisch zu lernen"

Die neue Schule mit etwa 1.500 Plätzen in Berjosowy wurde laut dem Medium bereits im Jahr 2021 versprochen: Gouverneur Igor Kobsew besichtigte damals persönlich das Gelände für das geplante Gebäude und berichtete in sozialen Netzwerken, der Kostenvoranschlag werde vorbereitet und ein Bauunternehmen gesucht. Tatsächlich begann der Bau jedoch erst im vergangenen Jahr. Inzwischen, so die Familien, ist er wieder eingefroren. Das Bauministerium der Oblast Irkutsk teilte ihnen mit, im regionalen Haushalt seien für die nächsten zwei Jahre keine Mittel für die Schule vorgesehen.

"Wir sind bereit, mit dem Chinesischunterricht zu beginnen, weil wir finden, dass wir diese Sprache wirklich dringend brauchen“, versichern die Unterzeichnerinnen. "Die aktive Entwicklung kultureller Beziehungen zu China ist für uns der einzig mögliche Entwicklungsweg, in einer Situation, in der die Prioritäten unseres Landes offenbar im Bau neuer U-Bahn-Stationen in Moskau und neuer Schulen in Tadschikistan liegen“.

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