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Tödlicher Angriff auf Tanker: US-Iran-Konflikt eskaliert in der Straße von Hormus

Badende am Ufer der Straße von Hormus, im Hintergrund Rauch nach einer Explosion vor Bandar Abbas im Iran, Montag, 13. Juli 2026
Badende am Ufer der Straße von Hormus, im Hintergrund Rauch nach einer Explosion vor Bandar Abbas im Iran, Montag, 13. Juli 2026 Copyright  AP Photo/Razieh Poudat
Copyright AP Photo/Razieh Poudat
Von Aadel Haleem
Zuerst veröffentlicht am
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In der Straße von Hormus geraten wieder Handelsschiffe unter Beschuss. Der US-Iran-Konflikt schürt die Sorge vor einer Ausweitung auf weitere Golfstaaten.

Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat sich über Nacht deutlich verschärft. Handelsschiffe geraten unter Beschuss, militärische Operationen nehmen wieder zu und die Sorge wächst, dass sich die Kämpfe auf die ganze Golfregion ausweiten könnten.

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Die gravierendste Eskalation gab es in der Straße von Hormus. Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate wurden zwei ihrer Öltanker von iranischen Marschflugkörpern getroffen, als sie die strategische Wasserstraße passierten.

Ein indisches Besatzungsmitglied kam ums Leben, acht weitere wurden verletzt, nachdem beide Schiffe in Brand geraten waren. Das Verteidigungsministerium der Emirate sprach von einem "klaren Verstoß gegen das Völkerrecht" und erklärte, man behalte sich vor, alle notwendigen Schritte zum Schutz der eigenen Interessen zu ergreifen.

USA und Iran: gegenseitige Angriffe

Auch die Vereinigten Staaten haben ihren Militäreinsatz verstärkt. Das US-Zentralkommando teilte mit, es habe eine fünfstündige Operation im Süden Irans durchgeführt und dabei mehrere Ziele angegriffen.

Iran erklärte, es habe seinerseits ein US-Kriegsschiff und amerikanische Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait ins Visier genommen. Jordanien berichtete, es habe vier iranische Raketen abgefangen, die über Nacht in seinen Luftraum eingedrungen seien.

US-Seeblockade kurz vor Beginn

Der jüngste Schlagabtausch erfolgt kurz vor Beginn einer neuen US-Seeblockade, die an diesem Dienstagabend um 20:00 Uhr GMT starten sollte. Sie soll für Schiffe gelten, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Andere Handelsrouten durch die Straße von Hormus sollen weiter offen bleiben.

US-Präsident Donald Trump kündigte die Maßnahme in sozialen Netzwerken an. Er erklärte, die Vereinigten Staaten würden zum "Wächter der Straße von Hormus" und schlug eine Abgabe von 20 Prozent auf Handelsfracht vor, die die Wasserstraße nutzt.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi wies den US-Anspruch auf die strategische Schifffahrtsroute zurück. Er betonte, Iran sei immer der Hüter der Straße gewesen und werde es bleiben. Zugleich räumte er ein, dass jede Seite, die für sichere Durchfahrt sorgt, dafür entschädigt werden sollte.

Sorge vor größerem Regionalkonflikt

Die Straße von Hormus ist weiterhin offen. Über sie wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert, sie zählt damit zu den wichtigsten Energiekorridoren der Welt.

Handelsschiffe geraten nun immer wieder unter Beschuss, Nachbarstaaten werden immer stärker in die Gefechte hineingezogen und militärische Operationen weiten sich über den Golf aus. Viele befürchten, dass jeder neue Schlagabtausch das Risiko eines deutlich größeren Regionalkonflikts steigert.

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