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Papst León XIV erstmals in Spanien: Kirche kehrt nach 15 Jahren nach Madrid zurück

Papst Leo XIV. trifft in Madrid ein, Spanien, 6. Juni 2026
Papst Leo XIV trifft in Spanien ein – Madrid, 6. Juni 2026 Copyright  Manu Fernandez
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Von Jesús Maturana
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Papst Leo XIV landet am Samstag kurz nach halb elf auf dem Flughafen Madrid-Barajas zu seinem ersten Pastoralbesuch in Spanien; sechs Tage lang will er Madrid, Barcelona, Montserrat, Gran Canaria und Teneriffa besuchen.

Unter dem Motto „Erhebt den Blick“ legt Leo XIV. zwischen dem 6. und dem 12. Juni auf seinem ersten apostolischen Besuch in Spanien rund 2.500 Kilometer zurück, seit er am 8. Mai 2025 zum Papst gewählt wurde.

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Der Mann, der bis vor gut einem Jahr noch Kardinal Robert Francis Prevost hieß, traf in Barajas ein. Er war um 8.00 Uhr am römischen Flughafen Fiumicino gestartet.

Leo XIV., geboren am 14. September 1955 in Chicago, hat ausgeprägt multikulturelle Wurzeln. Sein Vater stammte aus einer französisch-italienischen Familie, seine Mutter aus einer kreolischen Familie aus Louisiana mit dominikanischen, französischen, afrikanischen und spanischen Vorfahren.

Diese Herkunft spielt auf dieser Reise eine wichtige Rolle. Robert Francis Prevost Martínez hat über seine Mutter spanische Wurzeln. Das verleiht einem Besuch mit ohnehin erheblicher historischer Bedeutung eine zusätzliche persönliche Dimension.

Er ist der erste US-amerikanische Papst in der fast zweitausendjährigen Geschichte der katholischen Kirche. Und, wie Euronews berichtet hat, auch der erste Papst mit doppelter Staatsbürgerschaft, US-amerikanisch und peruanisch, sowie der erste Augustiner an der Spitze des Katholizismus.

König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen den Papst auf dem Flughafen, 6. Juni 2026
König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen den Papst auf dem Flughafen, 6. Juni 2026 Manu Fernandez

21 Termine in sechs Tagen: von Cibeles bis Bernabéu

Das Programm umfasst 21 Termine in sechs Tagen an vier Stationen: Madrid, Barcelona mit Montserrat, Gran Canaria und Teneriffa.

In der Hauptstadt konzentrieren sich die intensivsten Tage auf das Wochenende. Zur Fronleichnamsmesse an der Plaza de Cibeles werden bis zu 1,5 Millionen Menschen erwartet und 500.000 zur Vigil auf der Plaza de Lima. Das Papamobil fährt über die Calle Serrano und die Calle Goya sowie über den Platz Plaza de Colón, bevor es Cibeles erreicht.

Diese Orte besucht Leo XIV.

Am Montag, dem 8., nimmt das Programm einen stärker institutionellen Charakter an: Um 9.30 Uhr trifft sich der Papst in der Apostolischen Nuntiatur mit dem Regierungschef. Um 10.30 Uhr hält er vor den Abgeordneten im Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) eine Ansprache. Erstmals nimmt damit ein Papst an einer Veranstaltung dieser Art im spanischen Parlament teil. Am Nachmittag betet er um 18.00 Uhr in der Kathedrale und erweist der Virgen de la Almudena die Ehre, um 19.00 Uhr trifft er im Stadion Santiago Bernabéu die Diözesangemeinde.

Am Dienstag, dem 9., reist Leo XIV. von Madrid nach Barcelona weiter, wo er voraussichtlich in der Basilika Sagrada Família die Heilige Messe feiern wird.

Leo XIV. ist bereits in Spanien, Madrid, 6. Juni 2026
Leo XIV. ist bereits in Spanien, Madrid, 6. Juni 2026 2026 Copyright The Associated Press. All rights reserved.

Warum dieser Besuch besonders ist

Mehrere Fakten heben diesen Besuch aus der Reihe hervor. Zuletzt war vor 15 Jahren mit Benedikt XVI. ein Papst in Spanien. Und Leo XIV. ist im Land keineswegs unbekannt: Noch vor seiner Wahl zum Papst besuchte Robert Prevost mindestens ein Dutzend spanischer Städte, darunter Madrid, wo er mehrfach war. Die Dimension dieser Reise ist in jüngerer Zeit jedoch ohne Beispiel.

Auch wirtschaftlich ist der Besuch bedeutsam. Nach Schätzungen der Spanischen Bischofskonferenz kostet der siebentägige Aufenthalt des Papstes rund 25 Millionen Euro, könnte aber mehr als 150 Millionen Euro an wirtschaftlichen Effekten auslösen. Buchungsplattformen zeigen den Effekt bereits: Booking.com meldet einen starken Anstieg der Suchanfragen nach Unterkünften in den Städten der Papstreise, mit Zuwächsen von 52 Prozent in Barcelona und 46 Prozent in Madrid.

Bei einer kurzen Ansprache im Flugzeug sagte Papst Leo XIV.: „Persönlich freue ich mich sehr auf diese Reise.“ Der Sprecher des Vatikans, Matteo Bruni, erläuterte in dieser Woche: Die Reise Leos XIV. nach Spanien sei ein Zeichen dafür, dass der Papst trotz der Säkularisierung der Gesellschaft „in vielen Bereichen, in Spanien und in Europa, noch etwas zu sagen hat und sich konstruktiv in die öffentliche Debatte einbringen kann“.

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