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Angriffe auf Öltanker: Briten erhöht Bedrohungsstufe in Straße von Hormus

Ein Mann steht am Ufer neben einer Angel, im Hintergrund passieren Fracht- und Handelsschiffe die Straße von Hormus vor Bandar Abbas, Iran, am Mittwoch, 17. Juni 2026.
Ein Mann steht am Ufer neben einer Angelrute. Dahinter fahren Frachter und Handelsschiffe durch die Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, 17. Juni 2026. Copyright  AP photo
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Zuvor hatte das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Es sprach von einer Reaktion auf iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Meerenge.

Die britische Seefahrtbehörde UKMTO hat am Samstag das Bedrohungsniveau in der Straße von Hormus auf die Stufe „erheblich“ angehoben. Vorausgegangen waren Angriffe auf Handelsschiffe in der Wasserstraße.

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Die Behörde hatte bereits früher am Samstag mitgeteilt, dass der Frachter „Master of Tanker“ gemeldet habe, in der Meerenge von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden zu sein.

Demnach wurde die Brücke des Schiffs beschädigt. Die Besatzung meldete sich jedoch unverletzt.

UKMTO warnte Seeleute zudem vor Seeminen in der Straße von Hormus. Die Meerenge gehört zu den meistbefahrenen Engpässen für den Energietransport weltweit. Man müsse mit einer verstärkten Präsenz von Kriegsschiffen rechnen, solange die Minenräumung andauere, erklärte die Behörde. Außerdem seien Staus auf den Schifffahrtsrouten zu erwarten, hieß es.

Fragile Waffenruhe und weitere Angriffe

Die Straße von Hormus steht seit Langem im Zentrum der Spannungen zwischen Washington und Teheran. Sie ist ein zentraler Bestandteil des jüngst vereinbarten „Memorandum of Understanding“ der beiden Staaten.

Das vorläufige Abkommen sieht vor, dass die USA ihre Seeblockade gegen den Iran aufheben. Teheran soll im Gegenzug die Meerenge wieder vollständig öffnen. Beide Seiten streiten jedoch darüber, wer die Kontrolle über die Passage ausübt.

Hintergrund ist, dass das US-Militär zuvor Angriffe auf Ziele im Iran geflogen hatte. Nach US-Angaben reagierte es damit auf iranische Drohnenattacken gegen die Schifffahrt in der Meerenge.

Das US-Zentralkommando teilte am Freitag mit, amerikanische Flugzeuge hätten iranische Lager für Raketen und Drohnen sowie Küstenradaranlagen angegriffen. Der Einsatz habe nach einem Angriff mit einer Einweg-Drohne auf das Frachtschiff M/V Ever Lovely stattgefunden, das zu diesem Zeitpunkt durch die Meerenge fuhr.

„Das unter singapurischer Flagge fahrende Frachtschiff verließ zum Zeitpunkt des iranischen Angriffs die Straße von Hormus entlang der omanischen Küste“, erklärte CENTCOM.

Teheran wirft Washington seither vor, die vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben.

Ebrahim Azizi, Vorsitzender der nationalen Sicherheitskommission im iranischen Parlament, erklärte, die US-Angriffe zeigten, dass Trump „keine Bindung an die Grundsätze von Verhandlungen oder einer Waffenruhe“ habe.

„Dieser verantwortungslose Bruch der Waffenruhe wird, wie immer, zu Rückzug und Reue auf ihrer Seite führen“, schrieb Azizi in einem Beitrag in sozialen Medien.

Die Iranischen Revolutionsgarden erklärten am Samstag laut Staatsmedien, ihre Streitkräfte hätten als Antwort auf „US-Aggression“ US-Militärstellungen in der Region angegriffen. Später meldete Bahrain, es sei von „einer Reihe“ iranischer Drohnen attackiert worden, und warf Teheran vor, die Friedensbemühungen in der Region zu untergraben.

Das Außenministerium des Landes erklärte in einer Mitteilung, Bahrain verurteile den Angriff auf sein Territorium in den frühen Morgenstunden „aufs Schärfste“. Die Attacken seien „eine eklatante Bedrohung der Sicherheit von Bürgerinnen, Bürgern und Bewohnern“.

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