Loader
Finden Sie uns
Werbung

"Schrauben anziehen": EU verhängt neue Sanktionen gegen fünf Russen aus Rüstungssektor

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas spricht mit Medienvertretern bei einem informellen EU-Verteidigungstreffen in Nikosia, Zypern, am Montag, dem achten Juni 2026.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas spricht am Montag, dem achten Juni 2026, in Nikosia, Zypern, mit Medienvertretern bei einem informellen EU-Verteidigungstreffen. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Nach neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine verschärft die EU ihren Kurs gegenüber Moskau. Die Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte Sanktionen gegen fünf Personen aus dem militärisch-industriellen Komplex Russlands an.

Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen fünf Personen aus Russlands militärisch-industriellem Komplex verhängt. Hintergrund sind die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine, wie die Außenbeauftragte der EU, Kaja Kallas, am Freitag mitteilte.

WERBUNG
WERBUNG

"Jeder neue Angriff auf die Ukraine ist ein weiterer Grund für Europa, die Schrauben gegenüber Russland anzuziehen", schrieb Kallas auf der Plattform X.

Die EU habe die neuen Sanktionen am 7. August als Reaktion auf die russischen Angriffe beschlossen, erklärte Kallas. Sie nannte zunächst weder die Namen der betroffenen Personen noch weitere Einzelheiten zu den Maßnahmen.

Kallas warf Moskau vor, seine Angriffe auf die Zivilbevölkerung weiter zu verschärfen. Gleichzeitig kämen die russischen Truppen an der Front kaum voran.

"Mit einer Armee, die an der Front feststeckt, verschärft Moskau seine Terrorkampagne gegen Zivilisten weiter", erklärte die EU-Außenbeauftragte. "Die EU muss den Druck auf Russland weiter erhöhen, bis Moskau seinen Krieg beendet."

Die fünf neuen Einträge erfolgen gut zwei Wochen nach der Verabschiedung des 21. Sanktionspakets gegen Russland durch die EU-Mitgliedstaaten.

Das am 23. Juli gebilligte Paket setzte zusätzlich 48 Personen und 170 Organisationen auf die EU-Sanktionsliste. Nach Angaben der EU handelt es sich um die umfangreichste Erweiterung der Liste seit Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine.

Die Maßnahmen richten sich gegen den russischen Finanz-, Energie- und militärisch-industriellen Sektor. Zudem nehmen sie Kryptonetzwerke, die sogenannte Schattenflotte zur Umgehung der Ölrestriktionen sowie Unternehmen ins Visier, die Moskaus Kriegswirtschaft beliefern.

Insgesamt zielen 56 Einträge des Pakets direkt auf Russlands militärisch-industriellen Komplex. Darunter befinden sich 37 Personen und Organisationen, die unmittelbar mit der Produktion und den Lieferketten von Langstreckendrohnen verbunden sind.

Die Einigung auf das Sanktionspaket war zustande gekommen, nachdem sich Griechenland eine jährlich verlängerbare Ausnahme gesichert hatte. Diese erlaubt es Unternehmen, weiterhin russisches Flüssigerdgas an Kunden außerhalb der EU zu liefern.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

EU beschließt neue Russland-Sanktionen: Griechenland erhält LNG-Ausnahme

Sanktionspaket gegen Russland wackelt: Griechenland fordert Ausnahme für LNG

Euronews-Verbot in Belarus löst europaweite Debatte aus