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Libanon-Abkommen: Netanjahu zufrieden, extreme Rechte und Hisbollah nicht

Das Abkommen zwischen Israel und dem Libanon soll den Konflikt mit der Hisbollah beenden
Das Abkommen zwischen Israel und dem Libanon soll den Konflikt mit der Hisbollah beenden Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Lucy Davalou
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Während Israels Ministerpräsident das Abkommen lobte, hat der Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir es scharf kritisiert. Die Hisbollah lehnt es ebenfalls ab.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht das trilaterale Rahmenabkommen positiv, das am Freitag von Libanon, Israel und den USA unterzeichnet wurde und ein Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarstaaten zum Ziel hat.

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Netanjahu sprach am Samstag von einem historischen Erfolg, der den Iran und die Hisbollah zurückwerfe. "Gestern haben wir nach direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon ein historisches Abkommen für den Staat Israel erreicht", erklärte Netanjahu in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. "Das ist ein Schlag gegen den Iran und gegen die Hisbollah."

Mehr Kontrolle für Libanons Armee, Entwaffnung der Hisbollah

Das Abkommen, das nach fünf Verhandlungsrunden in Washington zustande kam, sieht einen Pilotplan vor: Libanesische Soldaten sollen die Kontrolle über zwei bislang von Israel gehaltene Gebiete übernehmen. Außerdem legt es einen Prozess zur Entwaffnung der Hisbollah fest.

Dem Text zufolge "erklären Israel und Libanon ihre Absicht, den Konflikt endgültig zu beenden, seine Ursachen anzugehen und damit jeden Kriegszustand zwischen sich formell zu beenden".

Zugleich definiert das Dokument ein Verfahren, mit dem die libanesischen Streitkräfte, sobald die Entwaffnung der Hisbollah gesichert ist, die volle staatliche Autorität über das gesamte libanesische Staatsgebiet wiederherstellen sollen.

Ben-Gvir: Libanon nicht vertrauenswürdig für Entwaffnung der Hisbollah

Libanons Präsident Joseph Aoun bezeichnete das Abkommen als "ersten Schritt", um die Souveränität seines Landes wiederherzustellen.

Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir hingegen kritisierte das von den USA vermittelte Abkommen. Er erklärte, die libanesische Regierung sei nicht vertrauenswürdig, wenn es um die Entwaffnung der Hisbollah gehe.

Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Ben-Gvir: "Das Abkommen mit dem Libanon ist ein großer Fehler. Wir bleiben zwar vorerst in einem Großteil des Gebiets, aber der Staat Libanon wird die Hisbollah nicht entwaffnen."

"Mitglieder der libanesischen Regierung sind Minister der Hisbollah, und dem Libanon kann man nicht zutrauen, die Waffen der Hisbollah abzunehmen. Nur Soldaten der IDF (israelischen Armee, AdR) werden die Hisbollah zerstören, niemand sonst wird es für uns tun."

Hisbollah: Abkommen null und nichtig

Auch die Hisbollah verwehrte sich am Samstag gegen das Rahmenabkommen. Die Organisation sprach von einem schweren Fehler der libanesischen Regierung und erklärte, sie betrachte die Vereinbarung als null und nichtig.

In einer Erklärung brandmarkte der Generalsekretär des Partei Hisbollah, Naim Kassim: "Das Rahmenabkommen von Washington ist erniedrigend, beschämend und eine Kapitulation der Souveränität. Dieses Abkommen ist null und nichtig, und die Bestimmungen des iranisch-amerikanischen Memorandums müssen umgesetzt werden."

Die Hisbollah hatte den Libanon am 2. März in den größeren Nahostkrieg hineingezogen, als sie mit Raketen auf Israel schoss, um die Tötung von Irans oberstem Staats- und Regierungschef Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen zu rächen.

Israel reagierte mit schweren Luftangriffen und einer Bodenoffensive im Libanon. Dabei zerstörte die Armee Tausende Häuser und andere Gebäude und hält bis heute Teile des Südlibanon besetzt. Viele Zivilisten kamen ums Leben.

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