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Hitzewelle in Frankreich: viele Tote, Bestatter sind überlastet

ARCHIV: Bestatter Franck Vasseur verschließt in einer Pariser Leichenhalle einen Sarg, unterstützt von den Trägern Louis Mercier und Allan Pottier, 24.04.20
ARCHIV: Bestatter Franck Vasseur aus Paris versiegelt in einer Pariser Leichenhalle einen Sarg, unterstützt von den Trägern Louis Mercier und Allan Pottier, 24.04.20 Copyright  Francois Mori/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
Copyright Francois Mori/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
Von Nina Borowski mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Nach der extremen Hitzeperiode mit fast 1.000 zusätzlichen Todesfällen gegenüber dem Vormonat stoßen Bestattungsunternehmen an ihre Grenzen.

Die extreme Hitzewelle, die in den vergangenen zehn Tagen über Frankreich hinweggerollt ist, könnte besonders viele Menschenleben gefordert haben, mit nahezu tausend zusätzlich registrierten Todesfällen seit dem 24. Juni im Vergleich zu den Vormonaten.

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Dieser Anstieg der Sterbefälle bringt die Bestattungsdienste an ihre Grenzen. Bestattungsunternehmen müssen inzwischen die Aufnahme neuer Verstorbener ablehnen.

In Paris klingelt das Telefon von _Z_ouhaeir Hertelli, dem Direktor des Funerarium International Paris-Orly, ohne Pause. Er berichtet, er erhalte täglich fast 100 Anrufe, von Kollegen ebenso wie von trauernden Familien.

„Seit letzter Woche erreichen uns immer mehr Anfragen, und seit diesem Wochenende ist unser Bestattungszentrum voll ausgelastet. Wir haben keinen einzigen Platz mehr, und das liegt an der Hitzewelle. Wir haben den Behörden vorgeschlagen, sogenannte Kühlcontainer vor unserem Bestattungszentrum aufzustellen. Wir warten auf ihre Zustimmung“, berichtet er.

Auch Véronique Bertrand, Direktorin der Pompes Funèbres Bertrand, meldet eine außergewöhnliche Nachfragespitze**.**

„Wir zählen derzeit rund 15 Todesfälle. Als kleines Unternehmen ist es für uns unmöglich, 15 Familien an zwei Tagen zu betreuen. Normalerweise betreuen wir drei oder vier Familien. Die Nachfrage ist zwei- bis dreimal so hoch. Wir können darauf nicht sofort reagieren, weil wir nicht wissen, wohin wir die Verstorbenen bringen sollen“, klagt sie.

Die Stadt Paris hat die Einrichtung von zwei provisorischen Einheiten zur Aufbewahrung von Leichen in städtischen Leichenhallen angekündigt. Jede verfügt über eine Kapazität von 20 Plätzen.

Die französische Gesundheitsbehörde weist darauf hin, dass die Zahl der Todesfälle vermutlich weiter nach oben korrigiert werden muss. Einige Sterbeurkunden liegen noch nicht in elektronischer Form vor, insbesondere bei Personen, die zu Hause oder in Einrichtungen für ältere Menschen gestorben sind.

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