Eine neue Studie ermittelt, welche europäischen Länder 2026 die günstigsten Familien-Campingurlaube bieten. Portugal, Spanien und Österreich schneiden am besten ab.
Ob Stellplätze direkt am Strand in Spanien oder Zeltplätze an Seen in Österreich: Camping bleibt für Familien eine beliebte und günstige Art, Europa zu entdecken.
Eine neue Studie zeigt nun, welche Ziele in diesem Sommer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Die Untersuchung des internationalen Mietwagenvermittlers Discovercars.com (Quelle auf Englisch) vergleicht die günstigsten und teuersten Destinationen. Grundlage sind die kombinierten Kosten für Stellplatz und Mietwagen für eine vierköpfige Familie.
Das Team analysierte dafür den jeweils günstigsten Zeitraum zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 2026 und verglich die Preise von zwei bis vier beliebten Campingplätzen in verschiedenen Regionen der einzelnen Länder.
Außerdem ermittelten die Forschenden die Mietwagenkosten in der Nähe der Campingplätze, berechneten den Durchschnittspreis für einen SUV im gleichen Zeitraum und führten beide Werte zu einem Ranking zusammen.
Günstigste europäische Länder für Familien-Camping
Nach Angaben der Studie sind dies die günstigsten Ziele für Familien-Campingurlaube im Sommer 2026.
Portugal
Portugal bietet demnach aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Europa für eine vierköpfige Familie mit Zelt oder Wohnwagen. Eine Woche Mietwagen plus Campingplatz kostet im Schnitt nur 363 Euro.
Der Hauptgrund sind die niedrigsten Mietwagenpreise der gesamten Untersuchung: Ein SUV ist bereits ab 143 Euro pro Woche zu haben. Der durchschnittliche Preis für den Campingplatz liegt bei 220 Euro und damit im Mittelfeld.
Trotzdem fallen auf den untersuchten Plätzen keine zusätzlichen Gebühren für Einrichtungen und Angebote an. Ein Campingurlaub in Portugal bleibt damit besonders budgetfreundlich. Viele Plätze erlauben zudem Haustiere, sodass auch vierbeinige Familienmitglieder mitreisen können.
Spanien
Auf Platz zwei liegt Spanien. Dort kostet eine Woche Camping inklusive Mietwagen im Schnitt 398 Euro.
Die Standgebühren liegen bei durchschnittlich 149 Euro – der zweitniedrigste Wert im Ranking. Die Mietwagenpreise sind mit im Schnitt 249 Euro ebenfalls moderat.
Auf den untersuchten spanischen Campingplätzen fallen ebenfalls keine Extra-Gebühren für Infrastruktur und Angebote an, und überall sind Haustiere willkommen.
Spanien eignet sich auch für weniger routinierte Autofahrerinnen und Autofahrer. In einer früheren Studie bezeichnete das Unternehmen das Land als das am einfachsten zu befahrende in ganz Europa.
Österreich
Es folgt Österreich, berühmt für seine Alpenpanoramen, Wanderwege und zahlreichen Seen. Hier schlägt eine Campingwoche mit 445 Euro zu Buche.
Das Land bietet mit durchschnittlich 187 Euro die viertgünstigsten Campingplatzpreise. Die Mietwagenkosten liegen bei 258 Euro, sodass Österreich für Familien insgesamt noch relativ erschwinglich bleibt.
Allerdings berechnen einige Plätze zusätzliche Gebühren, etwa für Strom. Abgerechnet wird meist pro Kilowattstunde, die mit etwa 0,80 bis 0,85 Euro zu Buche schlägt. Für eine Warmwasserdusche fallen pro Nutzung rund 1,50 bis 1,70 Euro an.
Vereinigtes Königreich
Das Wetter zeigt sich im Vereinigten Königreich zwar nicht immer von seiner stabilsten Seite. Dennoch gilt das Land als preislich attraktives Campingziel mit sehr unterschiedlichen Landschaften – von den Küsten in Suffolk und Dorset bis zu den Hügeln des Peak District.
Im Schnitt kostet eine Woche Stellplatz plus Mietwagen 504 Euro. Die Campingplätze schlagen mit durchschnittlich 272 Euro zu Buche. Das ist zwar der zweithöchste Wert der Studie, liegt aber deutlich unter dem Spitzenreiter Niederlande.
Die Mietwagenpreise zählen dagegen zu den niedrigsten im gesamten Vergleich und liegen bei durchschnittlich 232 Euro.
Schweden
Den fünften Platz unter den günstigsten Familien-Campingzielen belegt Schweden, berühmt für seine langen Sommertage und späten Sonnenuntergänge, die mehr Zeit für Naturerlebnisse lassen.
In dem skandinavischen Land kostet eine Woche auf einem einfachen Campingplatz inklusive Mietwagen im Schnitt 552 Euro. Die Standgebühren liegen bei 200 Euro, die Mietwagen bei rund 352 Euro.
Teuerste europäische Länder für Familien-Camping
Am anderen Ende der Skala zeigt die Studie auch, wo Familien für ihren Campingurlaub am tiefsten in die Tasche greifen.
Die Niederlande sind demnach das teuerste Ziel für eine einwöchige Campingtour in Europa. Im Durchschnitt fallen 1.021 Euro an. Das Land verzeichnet mit Abstand die höchsten Campingplatzgebühren von durchschnittlich 511 Euro, die Mietwagenkosten liegen bei 510 Euro.
Auf Platz zwei folgt die Schweiz mit durchschnittlichen Gesamtkosten von 958 Euro. Die Standgebühren fallen mit 246 Euro noch relativ moderat aus, doch bei den Mietwagenpreisen liegt die Schweiz an der Spitze. Im Schnitt kostet eine Woche 712 Euro.
Norwegen belegt Rang drei. Familien müssen hier mit durchschnittlich 776 Euro rechnen. Das Land weist einige der höchsten Camping- und Mietwagenpreise der gesamten Untersuchung auf, mit 267 Euro für den Platz und 509 Euro für den Wagen.
Finnland landet auf Rang vier mit durchschnittlichen Gesamtkosten von 637 Euro. Die Campingplatzgebühren gehören mit 152 Euro zu den niedrigsten im Vergleich, die höheren Mietwagenpreise von 485 Euro treiben den Gesamtbetrag jedoch nach oben. Einige Plätze verlangen zudem Extra-Gebühren für Strom, Waschmaschinen und den Zugang zur Sauna.
Den fünften Platz belegt Frankreich, wo ein Familien-Campingurlaub im Schnitt 629 Euro kostet. Obwohl das Land mit nur 142 Euro die niedrigsten Campingplatzpreise der Studie bietet, machen die vergleichsweise hohen Mietwagenkosten von 487 Euro Frankreich insgesamt zu einem der teuereren Campingziele Europas.