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US-Notenbank entscheidet in vier Wochen über Zinserhöhung, sagt Warsh

Andrew Bailey (BoE), Christine Lagarde (EZB), Tiff Macklem (BoC), Kevin Warsh (Fed) und Sara Eisen beim EZB-Forum in Sintra, Portugal, am ersten Juli 2026.
Andrew Bailey (BoE), Christine Lagarde (EZB), Tiff Macklem (BoC), Kevin Warsh (Fed) und Sara Eisen beim EZB-Forum in Sintra, Portugal, am 1. Juli 2026. Copyright  European Central Bank/Sérgio Garcia
Copyright European Central Bank/Sérgio Garcia
Von Eleonora Vasques
Zuerst veröffentlicht am
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Die Notenbanken in den USA und Europa wägen vor wichtigen Zinsentscheidungen die Inflationsrisiken ab; Energiepreise und ein KI‑Investitionsboom prägen die Aussichten.

Die US-Notenbanker wollen in vier Wochen entscheiden, ob sie die Zinsen anheben. Das kündigte Fed-Chef Kevin Warsh bei einer Diskussionsrunde auf dem Forum der Europäischen Zentralbank im portugiesischen Sintra an.

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„Wenn wir den Raum betreten und die Tür schließen, werden wir intensiv diskutieren“, sagte Warsh. Wohin die Debatte führen könnte, ließ er offen.

Die Inflation in Europa sieht die EZB vor allem als Folge des Kriegs im Nahen Osten. Am elf. Juni hob sie daher die Zinsen an.

Die USA und Iran haben sich zwar auf einen vorläufigen Friedensrahmen geeinigt, und die Energiepreise sinken nach einem durch den Konflikt ausgelösten Preissprung wieder. Doch laut EZB-Modellrechnungen dürfte die Teuerung in Europa das Zwei-Prozent-Ziel frühestens 2027 erreichen.

Auch die USA peilen langfristig eine Inflation von unter zwei Prozent an. Die Federal Reserve hat ihren Leitzins bislang jedoch unverändert gelassen.

Energie ist in Europa deutlich teurer als in den USA. Doch die Folgen des Kriegs waren auch dort zu spüren: Die Energiepreise schossen in die Höhe, die Inflation zog an.

Die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran beruhigen die globalen Märkte etwas: Die Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen etwas mehr als 72 US-Dollar je Barrel, nach Spitzenwerten von 120 Dollar auf dem Höhepunkt des Kriegs.

Warsh betonte jedoch, dass nicht nur Energiepreise die Inflation antreiben. Große Bedeutung misst er dem „KI-Boom“ bei.

„Der KI-Schock löst einen Investitionsboom aus“, sagte Warsh in Sintra. Die Zentralbanker müssten nun beurteilen, ob dieser Trend eher preistreibend wirkt oder nicht.

Derzeit investierten Unternehmen in großem Stil in ihre Zukunft, erläuterte er. Sie gingen davon aus, dass die Angebotsseite der Wirtschaft deutlich wachsen werde. Sollte das eintreten, habe das weitreichende Folgen für die Geldpolitik.

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