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Nach Tod von US-Soldaten: USA melden Schlag gegen iranische Kräfte

ARCHIV: Trupp der US-Armee trägt den flaggenbedeckten Behälter mit den Überresten von Sgt Kennedy Ladon Sanders (24) aus Waycross, Georgia, am Freitag, zweiten Februar 2024.
Archivbild: US-Armee-Team trägt flaggenverhüllten Sarg mit den Überresten von Sgt. Kennedy Ladon Sanders (24) aus Waycross, Georgia, am zweiten Februar 2024. Copyright  ASSOCIATED PRESS
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Zwei US-Soldaten sind am Freitag getötet worden, als US- und Partnerkräfte iranische Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen abwehrten, teilte das US-Militär jetzt mit.

Die US-Botschaft in Jordanien teilte mit, eine „konkrete und glaubwürdige Bedrohung“ habe US-Bürger dazu veranlasst, den Flughafen und den Seehafen von Aqaba zu meiden und die Sicherheitsanweisungen der örtlichen Behörden zu befolgen. Die jordanischen Behörden wiesen Berichte zurück, wonach der Flughafen und der Seehafen evakuiert worden seien, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

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Die Warnung erfolgte, nachdem die Vereinigten Staaten in der 8. Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durchführten. Dabei wurden nach US-Angaben militärische Einrichtungen und Einheiten ins Visier genommen, die für den Angriff verantwortlich gewesen sein sollen, bei dem in Jordanien zwei US-Soldaten getötet wurden.

Es sind die ersten US-Todesopfer durch direkten iranischen Beschuss seit den ersten Tagen des Kriegs.

Die beiden Soldaten kamen demnach am Freitag ums Leben, als US- und Partnerkräfte iranische Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen abwehrten, wie es in einer Erklärung heißt. Vier weitere Soldaten wurden in jordanische Krankenhäuser ausgeflogen und dort behandelt, sie konnten inzwischen wieder entlassen werden, teilte das US-Militär weiter mit.

Damit steigt die Zahl der im Konflikt getöteten US-Soldaten auf 16. Mehr als 430 wurden verletzt.

Das Zentralkommando veröffentlichte folgende Nachricht auf der Social Media-Plattform X: "Heute um 18:00 Uhr Ortszeit der US-Ostküste haben US-Streitkräfte auf Anweisung des Oberbefehlshabers neue Luftangriffe gegen den Iran begonnen. Die Angriffe sollen die Fähigkeit des Iran weiter schwächen, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, und zugleich die Kräfte der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) für deren Angriffe auf US-Soldaten in Jordanien in der vergangenen Nacht schnell bestrafen."

Iranische Behörden berichten, dass in den vergangenen drei Wochen bei US-Angriffen im Land mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt wurden, darunter acht Menschen bei einem Angriff auf eine Brücke am Freitag.

Die neuen Todesfälle ereigneten sich, während der Kampf um die Kontrolle über die Straße von Hormus weiter eskaliert. Durch die schmale Meerenge laufen rund 20 Prozent des weltweiten Seehandels.

Teheran hatte die Straße von Hormus am 28. Februar für die Schifffahrt gesperrt, nachdem Washington und Israel tödliche Angriffe auf Ziele in Iran geflogen hatten. Diese Attacken lösten den aktuellen Krieg aus.

Seither beharrt Iran darauf, dass allein Teheran die Kontrolle über die Straße von Hormus haben müsse und Schiffe Gebühren zahlen sollten – obwohl die internationale Gemeinschaft die Passage seit Jahrzehnten als internationale Wasserstraße betrachtet.

Die Blockade der Meerenge hat die Ölpreise seit Kriegsbeginn stark steigen lassen. Teheran benutzt das in den Verhandlungen mit den USA als Druckmittel.

Obwohl vor rund einem Monat ein vorläufiger Waffenstillstand vereinbart wurde, haben iranische Einheiten in den vergangenen Tagen mehrere Schiffe beschossen, die die Straße passieren wollten. Laut einem internationalen Schifffahrts-Tracker ist die Zahl der Durchfahrten dadurch auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen.

US-Streitkräfte greifen ihrerseits iranische Ziele an, um Teheran zum Verzicht auf die Kontrolle über die Meerenge zu zwingen.

Iran droht USA mit „unvergesslichen Lektionen“

Irans oberste Führungspersönlichkeit Mojtaba Khamenei warnte am Samstag vor „unvergesslichen Lektionen“, sollten die Vereinigten Staaten die Islamische Republik weiter angreifen, berichtete das Staatsfernsehen.

Mojtaba Khamenei, der seit Beginn des Kriegs nicht mehr öffentlich aufgetreten ist, ließ seine Botschaft im Fernsehen verlesen. Darin bezeichnete er die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump unter dem vor rund einem Monat geschlossenen, auf ein dauerhaftes Ende der Kämpfe zielenden Übergangs-Waffenstillstand als „wertlos und ungültig“.

Seine Worte folgten nur wenige Stunden, nachdem ein iranischer Unterhändler erklärt hatte, Teheran setze seine Verpflichtungen aus dem Abkommen aus.

In der vergangenen Woche drohte Trump, Kraftwerke und Brücken anzugreifen, um Iran zum Nachgeben zu bringen. Zudem hat Washington eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder eingeführt, um den Export von Rohöl zu stoppen.

Bereits am Samstagmorgen hatte das US-Zentralkommando erklärt, seine Luftangriffe hätten „Überwachungsanlagen, militärische Logistikinfrastruktur, unterirdische Waffenlager und maritime Fähigkeiten“ getroffen.

Laut iranischem Staatsfernsehen trafen US-Luftangriffe ein Strom- und Entsalzungswerk in der südlichen Provinz Hormozgan.

Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete, die Entsalzungsanlage Bonji sei zerstört worden, sodass rund 10.000 Menschen kein Wasser mehr erhalten. Eine weitere Anlage auf der strategisch wichtigen Insel Qeschm in der Meerenge sei beschädigt worden.

Nach iranischen Angaben wurden am Samstag zudem drei Brücken getroffen, darunter eine wichtige Verbindung nach Bandar Abbas, dem wichtigsten Hafen des Landes nahe der engsten Stelle der Straße von Hormus.

Iranische Vergeltung: Kuwait meldet schwerste Schäden

Als Antwort auf die US-Angriffe nehmen iranische Streitkräfte US-Stützpunkte in den arabischen Golfstaaten ins Visier. Am stärksten traf es am Samstag Kuwait: Die Luftfahrtbehörde musste den Luftraum vorübergehend schließen und die meisten Flüge von und in die Hauptstadt neu planen.

Nach Angaben der Kuwait Petroleum Corporation wurden bei einem Angriff auf eine Ölanlage mehrere Menschen verletzt. Zudem brach in einer Entsalzungsanlage ein Feuer aus, sodass mehrere Stromerzeugungseinheiten abgeschaltet werden mussten. Es war bereits der zweite Angriff auf eine Entsalzungsanlage innerhalb von zwei Tagen in dem kleinen Wüstenstaat, der 90 Prozent seines Trinkwassers aus solchen Anlagen bezieht.

Die Kuwait Fire Force erklärte, mehrere Feuerwehrleute und ein Arbeiter seien verletzt worden, als sie zwei weitere Brände bekämpften, die durch iranische Angriffe ausgelöst worden waren.

Unterdessen meldete der Irak, über der Stadt Irbil Angriffsdrohnen abgeschossen zu haben. Die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, die Luftverteidigung des Königreichs habe iranische Raketen abgefangen. In Bahrain heulten den ganzen Tag über mehrmals die Luftschutzsirenen, in Saudi-Arabien am Morgen, wie die Regierungen mitteilten.

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