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Angriffe im Nahen Osten – Kuwait offenbar heftig getroffen

Rauch steigt nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager am internationalen Flughafen von Kuwait in Kuwait-Stadt auf. Kuwait, 25. März 2026.
Rauch steigt nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager am internationalen Flughafen von Kuwait in Kuwait-Stadt auf. Kuwait, 25. März 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die staatliche Nachrichtenagentur Fars meldet, iranische Streitkräfte hätten Verbündete der USA und deren Stützpunkte angegriffen. Kuwaits Luftraum musste geschlossen werden, auch eine Wasserentsalzungsanlage und eine Ölanlage wurden getroffen.

Die Kämpfe zwischen den USA und Iran setzen sich fort.

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In einer Mitteilung auf X erklärte das US-Zentralkommando, seine Einheiten hätten Überwachungsanlagen, logistische Militärinfrastruktur, unterirdische Waffendepots und maritime Fähigkeiten des Iran attackiert.

Bei dem Einsatz kamen Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe zum Einsatz. CENTCOM veröffentlichte zudem Videoaufnahmen, die die Angriffe zeigen sollen.

„CENTCOM halte den Iran auf Anweisung des Oberbefehlshabers weiterhin zur Verantwortung und setze die Seeblockade gegen iranische Häfen umfassend durch“, hieß es in der Erklärung des Militärs.

Der schwerste Schaden durch iranische Angriffe am Samstag entstand nach Angaben der kuwaitischen Behörden und der Kuwait Petroleum Corporation in Kuwait. Dabei wurden eine Wasserentsalzungsanlage und eine Ölanlage getroffen. Die Behörden machten keine Angaben zu den genauen Standorten.

Bei dem Angriff auf die Ölanlage wurden mehrere Menschen verletzt, an der Entsalzungsanlage brach ein Feuer aus. Mehrere Stromerzeugungseinheiten mussten daraufhin abgeschaltet werden. Es war bereits der zweite Angriff auf eine Entsalzungsanlage innerhalb von zwei Tagen in dem kleinen Wüstenstaat, der rund 90 Prozent seines Trinkwassers durch Entsalzung gewinnt.

Kuwait schließt Luftraum wegen iranischer Angriffe

Kuwait sperrte wegen drohender Raketenangriffe vorübergehend seinen Luftraum. Kuwait Airways kündigte an, den Großteil der Flüge von und nach der Hauptstadt neu zu planen.

In einer Mitteilung rief die staatliche Fluggesellschaft alle Passagiere dazu auf, den Status ihrer Flüge aufmerksam zu verfolgen. Über die in den Buchungen hinterlegten Telefonnummern würden Reisende automatisch per SMS und anderen Benachrichtigungen über Änderungen informiert.

Mehrere internationale Fluggesellschaften fliegen den Nahen Osten weiterhin nicht an oder haben ihre Flugpläne deutlich eingeschränkt. In den vergangenen Tagen haben unter anderem Air France und Singapore Airlines ihre Flugaussetzungen angesichts der jüngsten Angriffe verlängert. Auch Lufthansa hat mehrere Verbindungen in die Region wegen der Sicherheitslage ausgesetzt bzw. angepasst.

US-Angriffe treffen Infrastruktur im Iran

Die US-Luftangriffe haben indes nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens (IRNA) eine Strom- und eine Entsalzungsanlage in der südiranischen Provinz Hormusgan getroffen. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete, die Entsalzungsanlage Bonji sei zerstört worden. Dadurch hätten rund 10.000 Menschen ihre Wasserversorgung verloren. Eine weitere Entsalzungsanlage auf der strategisch wichtigen Insel Qeschm in der Straße von Hormus sei beschädigt worden.

Bei nächtlichen Angriffen seien zudem zwei Tunnel und eine Brücke beschädigt worden, wodurch eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen Richtung Bandar Abbas, Irans bedeutendstem Hafen nahe der engsten Stelle der Straße von Hormus, beeinträchtigt worden sei. IRNA zufolge wurden am Samstag insgesamt drei Brücken getroffen, darunter eine auf der Route nach Bandar Abbas.

Erstmals räumte der Iran am Freitag offiziell Schäden an der Energieinfrastruktur durch US-Angriffe ein. Das Energieministerium rief die Bevölkerung in südlichen Provinzen wegen der „extremen Hitze“ dazu auf, Strom zu sparen. Welche Anlagen getroffen wurden, teilte das Ministerium nicht mit.

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) verschärften unterdessen ihre Warnungen an Länder, die US-Streitkräfte beherbergen. Diese müssten sich laut iranischem Staatsfernsehen auf eine „entsprechende Reaktion“ vorbereiten.

Iran greift weiter US-Verbündete an

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars bestätigte, iranische Streitkräfte hätten als Antwort Verbündete der USA und Stützpunkte in der Region angegriffen, darunter den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait sowie mehrere Kommunikationsanlagen in Bahrain.

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Öl- und Gastransitrouten der Welt, bleibt angesichts der anhaltenden Kämpfe deutlich eingeschränkt. Der Kampf um die Straße von Hormus hat sich in einem Konflikt verschärft, der sich zunehmend auf die Kontrolle der strategisch wichtigen Wasserstraße konzentriert. Über sie wurde früher rund ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert.

Die Ausweitung der Angriffe bedrohte Zivilisten und lebenswichtige Versorgungseinrichtungen, darunter auch die Entsalzungsanlagen für Trinkwasser. Gleichzeitig geriet die Weltwirtschaft erneut in Alarmbereitschaft.

Die Meerenge steht im Zentrum der Spannungen zwischen Washington und Teheran. Seit Ausbruch der Auseinandersetzung im Februar hat Iran die Durchfahrt faktisch blockiert, was die Energiemärkte durcheinandergebracht hat.

Beide Staaten schienen sich im Juni im Rahmen einer „Absichtserklärung“ auf eine Wiederöffnung der Passage geeinigt zu haben. Die jüngsten Gefechte lassen die Friedensgespräche jedoch ins Stocken geraten.

Nach den Bedingungen der vorläufigen Vereinbarung wollten die USA und Iran die Kampfhandlungen einstellen. Washington sollte die Seeblockade gegen den Iran aufheben, Teheran die Straße von Hormus wieder öffnen und bekräftigen, „keine Atomwaffen zu beschaffen oder zu entwickeln“. Das Memorandum setzte beiden Seiten eine Frist von 60 Tagen für einen endgültigen Vertrag.

Nach Angaben iranischer Behörden wurden bei US-Angriffen in den vergangenen drei Wochen mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt. Unter den Toten seien auch acht Menschen, die bei einem Angriff auf eine Brücke am Freitag ums Leben kamen.

US-Vertreter bestätigten unterdessen, dass seit Montag 13 weitere US-Soldaten verletzt wurden – darunter zehn Soldaten des Heeres und drei Angehörige der Marine. Details nannten sie nicht. Seit Beginn des Krieges seien insgesamt 14 US-Militärangehörige getötet und 427 verletzt worden.

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