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Klopp droht Medien: „Wenn ihr euch daneben benehmt, bin ich weg“

Jürgen Klopp 2026
Jürgen Klopp 2026 Copyright  AP Photo/Abbie Parr
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Von VS
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Der Deutsche Fußball-Bund hat Jürgen Klopp heute offiziell als neuen Bundestrainer vorgestellt. Nach dem erneuten WM-Debakel soll der Erfolgscoach die Nationalmannschaft zurück in die Weltspitze führen. In der Pressekonferenz zum Antritt zog er rote Linien.

Jetzt ist es offiziell: Jürgen Klopp übernimmt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Der Deutsche Fußball-Bund hat den 59-Jährigen am Freitagvormittag in seiner Frankfurter Zentrale als neuen Bundestrainer vorgestellt.

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Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft soll Klopp die DFB-Elf wieder zurück in die Erfolgsspur führen.

Dass ausgerechnet Klopp die Nachfolge von Julian Nagelsmann antritt, überrascht kaum. Seit Jahren galt der charismatische Trainer als Wunschkandidat vieler Fans und Funktionäre. Nun soll er als 13. Bundestrainer der Geschichte den sportlichen Neuanfang einleiten.

Warnung an Medien und Öffentlichkeit

Während der Pressekonferenz am Freitag wurde der 59-Jährige ernst. „Wenn ihr euch daneben benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg", so Klopp und wandte sich damit an die Presse und weitere Öffentlichkeit.

Kritisiert mich, wenn etwas nicht funktioniert.
Jürgen Klopp
Fu´ßball-Nationaltrainer der Herren

Das Interesse an seiner Person scheint ihm also sehr bewusst zu sein. Kritik an seiner Leistung sei aber willkommen: „Kritisiert mich, wenn etwas nicht funktioniert. Ich bin gerne bereit, daran zu arbeiten. Es geht nur um die Sache", sagte Klopp.

Große Erwartungen an 13. Bundestrainer

Mit Klopp verbindet sich die Hoffnung auf einen grundlegenden Stimmungswechsel rund um die Nationalmannschaft. Seine emotionale Art, seine Fähigkeit, Teams zu formen, und sein Erfolgswille machten ihn zu einem der angesehensten Trainer der Welt.

Doch die Aufgaben sind enorm. Nach dem erneuten frühen WM-Aus muss Klopp zahlreiche Personalfragen klären. Bleibt Joshua Kimmich Kapitän? Wer wird nach dem Rücktritt von Manuel Neuer künftig die Nummer eins im Tor? Welche Rolle spielen erfahrene Spieler wie Antonio Rüdiger oder Leon Goretzka? Gleichzeitig drängen junge Talente auf ihre Chance.

Klopp dürfte sich zunächst Zeit für Gespräche mit den Führungsspielern nehmen, bevor er seine ersten sportlichen Entscheidungen trifft.

Bewährtes Trainerteam

Der neue Bundestrainer bringt mehrere langjährige Weggefährten mit zum DFB. Peter Krawietz wird erneut als Co-Trainer an seiner Seite arbeiten. Auch Pepijn Lijnders, mit dem Klopp viele Jahre beim FC Liverpool erfolgreich zusammenarbeitete, gehört zum Trainerstab. Zudem wird Ex-Nationalspieler Sven Bender das Team verstärken.

Viel Zeit bleibt Klopp nicht. Bereits am 24. September feiert er in der Nations League gegen die Niederlande seine Premiere auf der Trainerbank. Es folgen innerhalb weniger Tage weitere Partien gegen Griechenland und Serbien. Schon diese ersten Spiele werden zeigen, ob der erhoffte "Klopp-Effekt" einsetzt.

Vom Mainz-Trainer zum Weltstar

Seine Trainerkarriere begann Klopp 2001 beim 1. FSV Mainz 05, den er erstmals in die Bundesliga führte. 2008 wechselte er zu Borussia Dortmund, gewann dort zweimal die deutsche Meisterschaft und führte den BVB ins Finale der Champions League.

International endgültig zur Trainer-Ikone wurde Klopp anschließend beim FC Liverpool. Mit den "Reds" gewann er 2019 die Champions League und beendete 2020 mit der englischen Meisterschaft eine 30 Jahre andauernde Titel-Durststrecke des Traditionsvereins.

Nach seinem Abschied aus Liverpool war Klopp seit Januar 2025 für den global agierenden Konzern Red Bull tätig. Wie genau seine Arbeit für den Getränkeherstellter, dessen Namen auch Fußballvereine tragen, aussah, war nicht immer vollkommen nachvollziehbar. Er war dort Head of Global Soccer und durfte seinen Vertrag für die neue Position als Bundestrainer beenden.

Klopp soll die Nationalmannschaft langfristig führen. Sein Vertrag läuft bis einschließlich der Weltmeisterschaft 2030. Die Erwartungen sind hoch: Der DFB hofft, dass der Erfolgscoach der Herren-Nationalelf neues Selbstvertrauen verleiht und sie wieder an die Fußball-Weltspitze führt.

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