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Trump stellt sich im Westsahara-Konflikt klar auf Marokkos Seite

US-Präsident Donald Trump spricht am Montag, 27. Juli 2026, auf dem Testgelände von General Motors in Milford, Michigan. (AP Foto/Alex Brandon)
US-Präsident Donald Trump spricht auf dem Testgelände von General Motors am Montag, 27. Juli 2026, in Milford im US-Bundesstaat Michigan. (AP Photo/Alex Brandon) Copyright  AP Photo
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Von Chaima Chihi
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US-Präsident Donald Trump stellt sich erneut hinter Marokko und lehnt jede andere Lösung im Westsahara-Konflikt ab. Washington will die Zusammenarbeit mit Rabat weiter ausbauen und drängt auf ein rasches Ende des jahrzehntelangen Streits.

US-Präsident Donald Trump hat Marokkos Anspruch auf die Westsahara erneut ausdrücklich unterstützt. In einer Botschaft an König Mohammed VI. bezeichnete er den marokkanischen Autonomieplan als einzige realistische Lösung des jahrzehntelangen Konflikts. Andere Ansätze seien „inakzeptabel“.

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In seinem Schreiben an den marokkanischen König erklärte Trump, Washington halte an der Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara fest. Der Autonomieplan Rabats sei eine „ernsthafte, realistische und einzige Lösung“, um den Konflikt dauerhaft zu beenden.

Ein Abkommen auf Grundlage dieses Modells könne nach seinen Worten nicht nur den Konflikt beenden, sondern auch Wohlstand schaffen und die wirtschaftliche Integration Afrikas fördern. Trump drängte auf ein rasches Ende des Konflikts und kündigte an, die USA würden alle entsprechenden Bemühungen weiter unterstützen.

Das Kalkül: Mehr Unterstützung für Israel

Die USA hatten ihre Haltung bereits im Dezember 2020 unter Trump grundlegend geändert. Damals erkannte Washington die marokkanische Souveränität über die Westsahara an. Im Gegenzug normalisierte Marokko seine Beziehungen zu Israel und trat den Abraham-Abkommen bei.

Trump hob zudem die Rolle Marokkos als wichtigen Sicherheits- und Antiterrorpartner der USA hervor. Er lobte die „umsichtige Führung“ König Mohammeds VI. und kündigte einen weiteren Ausbau der Zusammenarbeit an.

Washington und Rabat wollen demnach gemeinsam die Sicherheit in der Sahelzone stärken.

Warum ist die Westsahara so umstritten?

Die Westsahara zählt zu den letzten ungelösten Territorialkonflikten Afrikas. Die Region ist reich an Phosphatvorkommen und Fischbeständen und wird sowohl von Marokko als auch von der Polisario-Front beansprucht.

Der Konflikt belastet seit Langem auch das Verhältnis zur Nachbarin Algerien, die offiziell die Polisario-Front unterstützt, die die Unabhängigkeit der ehemaligen spanischen Kolonie anstrebt. Rabat setzt auf einen Plan, der der Region weitreichende Autonomierechte unter marokkanischer Souveränität einräumt. Die Polisario-Front besteht dagegen auf einem Referendum, in dem die Bevölkerung über ihr eigenes Schicksal entscheidet.

Die Wurzeln des Konflikts um die Westsahara reichen bis 1975 zurück. In diesem Jahr beendete Spanien seine Herrschaft über das Gebiet, das damals als „Spanische Sahara“ bekannt war, nach mehr als neun Jahrzehnten Kontrolle von 1884 bis 1975. Nach dem Abzug der spanischen Truppen eskalierte die Lage und entwickelte sich zu einem bewaffneten Konflikt zwischen Marokko und der Polisario-Front, bis die Vereinten Nationen 1991 einen Waffenstillstand vermittelten.

Für Rabat gehört die Westsahara zum eigenen Staatsgebiet. Marokko verweist auf historische Bindungen zur Region, darunter Treueeid-Beziehungen (Bay'a) zwischen sahrauischen Stammesoberhäuptern und dem Alaouiten-Thron. Algerien unterstützt hingegen die Polisario-Front, die 1976 die „Saharische Arabische Demokratische Republik“ ausrief, und sieht in der Frage ein klassisches Dekolonisations- und Selbstbestimmungsdossier.

Im vergangenen Jahr, zum fünfzigsten Jahrestag des Grünen Marsches, an dem 1975 rund 350.000 marokkanische Zivilisten von Agadir aus in den damals von Spanien kontrollierten südlichen Teil der Westsahara zogen, verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution. Darin heißt es, die Autonomie unter marokkanischer Souveränität bilde „die ernsthafteste Grundlage“ für eine Lösung des Konflikts.

Die Resolution vom Freitag, dem 31. Oktober, erhielt elf Stimmen bei keiner Gegenstimme. Sie forderte alle Beteiligten auf, sich auf Basis des Autonomieplans, den Marokko erstmals 2007 bei den Vereinten Nationen einbrachte, auf Verhandlungen einzulassen.

Der Sicherheitsrat stellte fest, dieser Plan könne „die realistischste Lösung“ darstellen und „die Grundlage“ für künftige Verhandlungen bilden, die den seit fünf Jahrzehnten andauernden Konflikt beenden sollen.

Damals erklärte der marokkanische König, sein Land sei in „eine entscheidende Phase seiner modernen Geschichte“ eingetreten. „Jetzt ist die Zeit eines geeinten Marokko gekommen“, fügte er hinzu.

Für Marokko markiert die internationale Unterstützung einen wichtigen diplomatischen Erfolg. Algerien und die Polisario-Front lehnen den marokkanischen Autonomieplan jedoch weiterhin ab und fordern ein Referendum über die Unabhängigkeit der Westsahara. Damit bleibt einer der ältesten Territorialkonflikte Afrikas vorerst ungelöst.

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