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567 Mio. Dollar: Meta muss Strafe wegen der Gefährdung von Kindern zahlen

Meta-Chef Mark Zuckerberg trifft zum wegweisenden Prozess ein, der klären soll, ob soziale Netzwerke Kinder gezielt abhängig machen und schädigen, 18. Feb. 2026
Meta-Chef Mark Zuckerberg trifft zum wegweisenden Prozess ein, der klären soll, ob soziale Netzwerke Kinder gezielt abhängig machen und schädigen, 18. Februar 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sertac Aktan
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Gericht in New Mexico hat Meta verurteilt: Der Konzern habe mit seinen Online-Diensten eine öffentliche Belästigung geschaffen und Kinder gefährdet. Meta will Berufung einlegen und betont, es schütze junge Nutzerinnen und Nutzer konsequent.

Mehr als eine halbe Milliarde Dollar: So hoch ist die Strafe, zu der ein Richter im US-Bundesstaat New Mexico Meta verurteilt hat. Das Gericht folgte damit der Darstellung des Bundesstaates, dass der Social-Media-Konzern eine "öffentliche Belästigung" geschaffen und Kindern geschadet habe.

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Bereits im März hatte eine Jury Meta zu Schadensersatz in Höhe von 375 Millionen Dollar an New Mexico verurteilt. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass das Unternehmen Kinder gefährdet und sie auf seinen Plattformen unter anderem sexualisierten Übergriffen ausgesetzt hat.

"Wir sind mit der Entscheidung nicht einverstanden und werden Berufung einlegen", erklärte Meta in einer Stellungnahme. Man arbeite "hart daran, Menschen zu schützen" und sei transparent über die Herausforderungen, Täter und schädliche Inhalte zu erkennen und zu entfernen.

New Mexicos Generalstaatsanwalt Raul Torrez hatte Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, Instagram und WhatsApp, 2023 verklagt. Er warf dem Konzern vor, Kinder nicht ausreichend vor Gefahren im Netz zu schützen.

In ihrem Schlussplädoyer sagte Staatsanwältin Linda Singer den Geschworenen, Metas Algorithmen lenkten Erwachsene gezielt zu Inhalten, die Jugendliche veröffentlichten. Zugleich habe der Technologiekonzern interne Erkenntnisse über die Risiken für junge Nutzerinnen und Nutzer verschwiegen.

"Ein Sieg für alle Eltern"

Die Jury kam im März zu dem Schluss, dass Meta gegen das Gesetz über unlautere Geschäftspraktiken des Bundesstaates verstoßen hat. Das Unternehmen habe Verbraucherinnen und Verbraucher über die Sicherheit seiner Plattformen für Kinder in die Irre geführt.

"In diesem Verfahren ging es immer darum, Kinder zu schützen, Familien beizustehen und sicherzustellen, dass eines der größten Technologieunternehmen der Welt nicht ungestraft von Praktiken profitiert, die junge Menschen gefährden", erklärte Torrez am Donnerstag.

"Die heutige Entscheidung ist ein Sieg für alle Eltern, die sich gefragt haben, was soziale Medien mit ihren Kindern machen, und für jedes Kind, das ein sichereres Aufwachsen im Netz verdient."

Rund drei Viertel des neu geschaffenen Fonds über 567 Millionen Dollar sind für die Behandlung psychischer Erkrankungen vorgesehen. Das Geld soll innerhalb von fünf Jahren ausgezahlt werden.

Der Rest fließt in Programme zu "Aufklärung und Prävention", "Screening und Diagnose", "Vermittlung, Vernetzung und Koordination" sowie in Umsetzung und Evaluation.

Meta muss dem Gericht außerdem halbjährlich Berichte vorlegen, in denen der Konzern seine Fortschritte bei der Einhaltung der Auflagen darlegt.

Weitere Quellen • AFP

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