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48 Millionen Dollar: Reichste Familie Kolumbiens spendet für Wiederaufbau nach Erdbeben

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Von Sergio Garcia
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Präsident Abelardo de la Espriella bestätigte die Spende am Sonntag auf X. Er habe mit dem Unternehmer Jaime Gilinski telefoniert.

Die reichste Familie Kolumbiens beteiligt sich mit einer Millionenspende am Wiederaufbau der schwer vom Erdbeben getroffenen Großstadt Cali. Die Familie Gilinski hat angekündigt, 150 Milliarden Pesos, umgerechnet rund 48 Millionen Dollar oder mehr als 40 Millionen Euro, bereitzustellen. Mit dem Geld sollen beschädigte Krankenhäuser und Schulen wieder instand gesetzt werden.

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Cali liegt im Westen Kolumbiens und ist mit mehr als zwei Millionen Einwohnern eine der größten Städte des Landes. Die Metropole gehört zu den Orten, die besonders stark von dem Erdbeben der Stärke 7,4 getroffen wurden, das Kolumbien am vergangenen Montag erschütterte.

Präsident Abelardo de la Espriella bestätigte die Spende am Sonntag auf X. Er habe mit dem Unternehmer Jaime Gilinski telefoniert. Dieser habe ihm zugesagt, das Geld für den Wiederaufbau der Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur in Cali einzusetzen.

"Unternehmer sind für den Wiederaufbau des Vaterlands unverzichtbar", schrieb der Präsident und bedankte sich für die Unterstützung. Gilinski hatte wenige Tage zuvor an der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 7. August teilgenommen.

Wer sind die Gilinski?

Hinter der Spende steht eines der größten Unternehmensimperien Lateinamerikas. Jaime Gilinski Bacal stammt selbst aus Cali und gilt inzwischen als reichster Mann Kolumbiens. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" schätzte sein Vermögen in diesem Jahr auf 14,7 Milliarden Dollar.

Einen erheblichen Teil seines Vermögens verdankt Gilinski seinen Beteiligungen an großen Unternehmen. Für besonderes Aufsehen sorgte die Übernahme der Kontrolle über den Lebensmittelkonzern Grupo Nutresa, eine der spektakulärsten Unternehmenstransaktionen in der jüngeren kolumbianischen Wirtschaftsgeschichte. Zum Firmenimperium der Familie gehören außerdem die Bank GNB Sudameris und die Hotelgruppe GHL sowie Beteiligungen an weiteren Unternehmen wie Grupo Sura.

Der Bedarf an Unterstützung ist in Cali enorm. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind 46 Gebäude vollständig eingestürzt, bei weiteren 35 kam es zu Teileinstürzen. Hinzu kommen 2.391 Gebäude mit strukturellen Schäden. 534 weitere Gebäude wurden zur Evakuierung freigegeben.

Die Spende der Familie Gilinski ist dabei nicht die einzige Initiative aus der kolumbianischen Wirtschaft. Bereits am Freitag hatten Unternehmen angekündigt, gemeinsam mehr als 200 Milliarden Pesos zu sammeln. Das entspricht rund 64 Millionen Dollar oder mehr als 55 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen die Folgen des Bebens abgefedert werden.

Unterdessen steigt die Zahl der Opfer weiter. Bis Sonntag kamen bei dem Erdbeben 289 Menschen ums Leben, 4.187 wurden verletzt, 143 gelten noch als vermisst. Landesweit wurden 26.945 Wohnungen vollständig zerstört, weitere 127.557 beschädigt.

Das Ausmaß der Zerstörung macht deutlich, vor welcher Herausforderung Cali und andere betroffene Regionen Kolumbiens beim Wiederaufbau stehen. Die Millionenspenden aus der Wirtschaft sind dabei ein erster Beitrag zur Bewältigung der Schäden.

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