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Techno-DJ und Priester Guilherme aus Portugal feiert im Budapest Park in Ungarn

Pater Guilherme
Pater Guilherme Copyright  Budapest Park
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Von Zoltan Siposhegyi
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Priester aus Portugal präsentiert im ausverkauften Budapest Park eine Elektroversion von „Knockin’ on Heaven’s Door“. Und Tausende feiern so Ungarns christliche Geschichte.

Der weltweit berühmteste, vielleicht sogar einzige Techno-DJ, der zugleich Priester ist, Padre Guilherme, ist am 20. August 2026 erstmals in Ungarn aufgetreten.

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Der Geistliche aus Portugal ist dafür bekannt, überall auf der Welt große Arenen zu füllen.

Am Donauufer explodierte ein Feuerwerk. Gleichzeitig verwandelte sich der größte Open-Air-Club der ungarischen Hauptstadt in eine Wolke aus Rauch, Schreien und fast schon zeremonieller Andacht. Die aufwendig inszenierte Show schmuggelte beinahe unmerklich Hits ein, die von Glauben, Jenseits oder Versöhnung handeln. Auf den Leinwänden erschienen Rosettenfenster und Bibelzitate.

Zweimal wandte sich Papst Leo XIV. höchstpersönlich an die begeisterte Menge. Und der frühere Militärseelsorger Guilherme verwandelte auch die Botschaft des Papstes in einen Techno-Track.

Zum Abschluss des Konzerts hatte der Priester noch eine Überraschung parat: Vor den Farben der ungarischen Trikolore spielte er „Nélküled“ von Ismeros Arcok, der Song gilt als Hymne der Einheit Ungarns.

Dann trat der 52-jährige Pater aus Portugal in Budapest vor das DJ-Pult und sagte:

„Betet für mich! Ich werde für euch beten.“

Von der Militärmission auf die Bühnen der Welt

Padre Guilherme hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der außergewöhnlichsten Figuren der internationalen Elektronikszene entwickelt. Er verbindet die pulsierende Energie des Techno mit der nach innen gekehrten Tiefe sakraler Musik und zeigt, dass sich diese beiden Welten nicht ausschließen, sondern ergänzen.

Jedes seiner Sets folgt einer Dramaturgie. Sie ruft zugleich die gemeinsame, intensive Ekstase der Tanzfläche und die erhobene, transzendente Stimmung heiliger Räume hervor.

Er sagte einmal:

„Techno und elektronische Musik insgesamt sind eine gemeinsame Sprache, über die ich junge Menschen erreichen kann. Ich kann mich nicht einfach an das DJ-Pult stellen und erwarten, dass sie zuhören, wenn ich ihnen die Bibel zeige oder daraus vorlese. Wir müssen uns in der Mitte treffen: Ich gehe dorthin, wo sie tanzen, und sie hören sich die Gedanken und religiösen Zitate an, die ich in meine Musik einbaue.“

Internationale Bekanntheit brachte dem ehemaligen Militärseelsorger, der in Afghanistan und in Kosovo im Einsatz war, unter anderem der Weltjugendtag 2023 in Lissabon, wo er vor mehr als 1,5 Millionen jungen Menschen auftrat.

Das Event in Lissabon gilt als Meilenstein seiner Laufbahn. Seither taucht der Name des Priesters immer häufiger in den Line-ups bedeutender elektronischer Events rund um den Globus auf, etwa bei Afterlife (Hï Ibiza), dem Medusa Festival oder dem Zamna Festival.

Padre Guilherme hat bereits an zahlreichen ikonischen und symbolträchtigen Orten gespielt, darunter an der Christusstatue in Rio de Janeiro und am Torre dos Clérigos in Porto. Außerdem trat der Techno-Priester bei internationalen Veranstaltungen wie dem „Jubilee of Digital Missionaries and Catholic Influencers“ in Rom oder dem „Hope Happening“ in Brüssel auf.

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