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Nach tödlichen Schüssen bei Schweizer Rave: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Polizisten sichern das Gelände rund um die Pferderennbahn Schachen nach Schüssen bei einem Rave in Aarau, Schweiz, am 30. August 2026. (Michael Buholzer/Keystone via AP)
Polizisten sichern das Gelände rund um die Pferderennbahn Schachen nach Schüssen bei einem Rave in Aarau, Schweiz, am 30. August 2026. (Michael Buholzer/Keystone via AP) Copyright  AP Photo
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Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Bei einer Veranstaltung mit rund 3.500 Besuchern im schweizerischen Aarau sind am frühen Sonntagmorgen Schüsse gefallen. Mindestens eine Person wurde getötet, fünf weitere sind teils schwer verletzt. Jetzt hat die Polizei einen verdächtigen Mann festgesetzt.

Nach den tödlichen Schüssen beim Techno-Festival Aarau Rave hat die Polizei einen 43-jährigen Verdächtigen festgenommen. Das teilte die Kantonspolizei Aargau mit.

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In der Nacht auf Montag stoppte die Polizei im Rahmen der eingeleiteten Fahndung kurz vor 1 Uhr einen Schweizer in einem Auto. Er wurde wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus.

Weitere Angaben zum Tatverdächtigen machte die Polizei bislang nicht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und dem möglichen Motiv laufen.

Bei der Veranstaltung mit rund 3.500 Besuchern in der Schweizer Stadt Aarau, etwa 40 Kilometer westlich von Zürich, sind am frühen Sonntagmorgen Schüsse gefallen. Eine Person wurde getötet.

Bei der getöteten Person handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 22-jährige Frau aus Italien. Sie erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Fünf weitere Menschen, eine Frau und vier Männer zwischen 24 und 31 Jahren, wurden unterschiedlich schwer verletzt. Unter den fünf Verletzten befindet sich eine deutsche Staatsangehörige. Die anderen vier Verletzten sind Schweizer.

Die italienische Zeitung Corriere della Sera berichtet, dass die getötete 22-Jährige ursprünglich aus Atri in der italienischen Region Abruzzen stammen soll. Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis habe seinem italienischen Amtskollegen Antonio Tajani sein Beileid ausgesprochen.

Tajani habe zudem eine Task Force in die Schweiz entsandt, die die örtlichen Behörden unterstützen soll.

Die Schüsse fielen gegen 2:30 Uhr während eines Raves. Augenzeugen zufolge wurden sie zunächst für Feuerwerk gehalten. In einer Aufnahme, die die Schweizer Zeitung Blick veröffentlicht hat und die aus der Nähe des Tatorts stammen soll, waren etwa zehn Schüsse zu hören.

Die örtliche Polizei veröffentlichte nun auch Informationen zur den Tatwaffen. Einsatzleiter Hauptmann Matthias Schildknecht sagte nach Angaben der BILD: "Wir haben zwei Kaliber gefunden. Darunter 9‑Millimeter-Hülsen, wie sie in Pistolen oder Maschinenpistolen genutzt werden. Und Kaliber 5,45x39, wie es in Sturmgewehren genutzt wird."

"Wir gehen davon aus, dass es Zufallsopfer sind"

Zudem erklärte der Kommandant der Kantonspolizei Aargau, Oberst Michael Laupold, dass es keine Verbindung zwischen der Toten und den fünf Verletzten gibt: "Wir gehen davon aus, dass es Zufallsopfer sind."

Unterdessen gibt es Berichte über einen möglichen zweiten Tatort. Der Schweizer Fernsehsender Tele M1 berichtet, dass auch auf Fahrende geschossen worden sein soll. Zeugen berichten von zwei Tätern. Diese Angaben sind bislang nicht von der Polizei bestätigt worden.

Polizei spricht von "Sonderlage"

Kurz nach 7:00 Uhr erklärte Pascal Wenzel, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, es handele sich um eine "Sonderlage".

Die Polizei rief die Bevölkerung weiterhin dazu auf, das betroffene Gebiet zu meiden.

Unsere Journalisten arbeiten derzeit an dieser Geschichte. Sobald neue Informationen vorliegen, wird der Artikel aktualisiert.

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