Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat sich in einer Lidl-Filiale in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) eine Messerattacke ereignet. Dabei kam eine Frau ums Leben.
In einem Lidl-Markt am Bahnhof von Ratzeburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) ist am Mittwochnachmittag eine Frau bei einem Messerangriff ums Leben gekommen. Sie erlag ihren Verletzungen noch am Tatort, so erste Informationen der Einsatzkräfte. Der mutmaßliche Täter wurde ebenfalls schwer verletzt und zur weiteren Behandlung in das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck gebracht.
Gegen 15:40 Uhr ging demnach der Notruf ein. Rund 20 Minuten später rückten Polizei und Rettungskräfte mit einem größeren Aufgebot an.
Zum Zeitpunkt des Messerangriffs sollen sich rund 20 Kunden in dem Supermarkt aufgehalten haben. Die Betroffenen werden nach Angaben der Einsatzkräfte derzeit betreut, auch Seelsorger sind vor Ort. Während die Ermittler den Tatort untersuchen und Spuren sichern, bleibt das Areal um den Supermarkt und der Parkplatz abgesperrt.
Ein Polizeisprecher sagte, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 44-jährigen Deutschen handele. Zu dessen Hintergrund und einem möglichen Motiv machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Beides ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Zeugen überwältigen mutmaßlichen Täter
Im Kassenbereich stach der Mann auf die Frau ein. Zwei Bauarbeiter wurden auf den Angriff aufmerksam und griffen ein. Mit Flaschen gingen sie gegen den Angreifer vor, brachten den 44-Jährigen zu Boden und hielten ihn bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest. Dabei wurde der Tatverdächtige verletzt. Für die Frau kam trotz des Eingreifens der Zeugen jede Hilfe zu spät.
2019 hatte sich ein ähnlicher Angriff an derselben Stelle ereignet. Damals verletzte ein 33-jähriger Mann seine Ehefrau vor dem Discounter durch mehrere Messerstiche schwer. Das Urteil lautete damals "versuchter Totschlag", der Mann bekam eine Haftstrafe von sieben Jahren.