Loader
Finden Sie uns
Werbung

Deutscher an Bord - Zwei Seeleute sterben bei Drohnenangriff

Symbolbild : Schiff im Schwarzen Meer
Symbolbild : Schiff im Schwarzen Meer Copyright  Operational Headquarters
Copyright Operational Headquarters
Von Saida Rustamova
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Das somalische Schiff TEDY geriet nahe Odesa unter Beschus. In der Nacht schlugen weitere Drohnen ein. Zwei Crewmitglieder wurden getötet, zwei weitere kamen mit Verbrennungen in ein Krankenhaus.

Zwei aserbaidschanische Seeleute sind am Dienstag ums Leben gekommen, als ein Schlepper im Schwarzen Meer von Drohnen getroffen wurde. Es war der jüngste Angriff auf zivile Schifffahrt in der Nähe des ukrainischen Hafens Odesa.

WERBUNG
WERBUNG

An Bord arbeiteten insgesamt zehn Menschen. Zur Besatzung gehörten Staatsangehörige aus Deutschland, Aserbaidschan, der Türkei und der Ukraine.

Der unter somalischer Flagge fahrende Schlepper TEDY des Unternehmens Mert Marine Corporation wurde zunächst vor Odesa getroffen. Auf dem weiteren Kurs in Richtung des rumänischen Hafens Constanța geriet er in der Nacht noch zweimal unter Drohnenbeschuss.

Das aserbaidschanische Außenministerium bestätigte den Tod der Besatzungsmitglieder Aslan Aliyev und Asim Gasimov. Zwei weitere aserbaidschanische Seeleute, Imran Novruzov und Rauf Aliyev, kamen mit Verbrennungen in ein Krankenhaus in der ukrainischen Stadt Chornomorsk. Weitere sechs Crewmitglieder wurden vor Ort medizinisch versorgt.

Nach Angaben des aserbaidschanischen Außenministeriums stimmt sich die Regierung mit diplomatischen Vertretungen und den zuständigen Behörden ab. Sie bereitet die Rückführung der Verletzten vor und veranlasst die Formalitäten im Zusammenhang mit den Todesopfern. Wer für den Angriff verantwortlich sein soll, ließ das Ministerium offen.

Das ukrainische Ministerium für Wiederaufbau, Infrastruktur und Verkehr machte Russland für den Angriff verantwortlich. Es sprach von einem Teil einer anhaltenden Kampagne gegen zivile Schiffe und Hafeninfrastruktur.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Mittwoch, es habe zwei Frachter auf dem Weg nach Odesa sowie einen Schlepper getroffen und behauptete, die Schiffe hätten militärische Güter transportiert. Kyjiw äußerte sich zu dieser Darstellung nicht.

Chornomorsk ist ein wichtiger ukrainischer Handelshafen am Schwarzen Meer und eines der bedeutendsten Terminals für ukrainische Getreideexporte.

Nach Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine Anfang 2022 einigten sich Kyjiw und Moskau auf die Schwarzmeer-Getreide-Initiative. Sie ermöglichte die Wiederaufnahme ukrainischer Agrarexporte unter Aufsicht der Vereinten Nationen und der Türkei, bis Russland das Abkommen im Juli 2023 aufkündigte.

Seitdem nimmt Russland den Hafen und die umliegende Infrastruktur immer wieder ins Visier.

Die Angriffe auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer haben sich seit Juli verstärkt. Mehrere Handelsschiffe unter Flaggen dritter Staaten wurden getroffen, was die Sorge um die Sicherheit von Seeleuten wachsen lässt.

Der Angriff auf die TEDY ist der jüngste Vorfall mit aserbaidschanischen Seeleuten. Bereits im Juni kamen fünf Bürger Aserbaidschans bei Angriffen auf zwei Schiffe im Asowschen Meer ums Leben.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Viele Tote nach Brand auf internationalem Frachtschiff in China

Britische Seebehörde: Frachter meldet Angriff im Roten Meer

Nachrichten des Tages | 11. September 2026 - Mittagsausgabe