Der Notruf 112 in der spanischen Exklave Ceuta hat zwischen dem 30. Juli und dem 10. September 7.073 Einsätze verzeichnet, das sind 532,6 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025.
Der Notrufdienst 112 in Spaniens Exklave Ceuta verzeichnet seit Ende Juli deutlich mehr Anrufe - vor allem zum Problemen der öffentlichen Sicherheit. Zwischen dem 30. Juli und dem 10. September 2026 verzeichnete der Dienst 7.073 Vorgänge, gegenüber 1.118 im gleichen Zeitraum 2025. Das entspricht einem Anstieg um 532,6 Prozent.
Auch die Kommunikation der Notrufzentrale stieg sprunghaft an: der Dienst nahm 9.239 Anrufe und Meldungen entgegen, verglichen mit 1.546 im Vorjahr.
Pro Tag lag die Zahl der Vorgänge im Schnitt nicht mehr bei 26, sondern bei 164,5. Die Zahl der Kontakte kletterte von 36 auf 214,9.
Die meisten Notrufe gab es am 31. Juli 2026
Den stärksten Anstieg meldete der Dienst am 31. Juli: An diesem Tag bearbeitete die Notrufzentrale in Ceuta 676 Vorgänge und 876 Kontakte. Ein Jahr zuvor galt der 31. August als arbeitsreichster Tag des Zeitraums – mit allerdings nur 35 Vorgängen und 56 Kontakten.
Nach Art der Vorfälle liegt der Bereich Ausländerrecht vorn, mit 2.081 Vorgängen. Das sind 29,4 Prozent aller Einsätze. Es folgen Körperverletzungen mit 1.357 Fällen (19,2 Prozent), Hausfriedensbrüche mit 837 Vorgängen (11,8 Prozent) sowie Störungen der öffentlichen Ordnung mit 437 Einsätzen (6,2 Prozent).
Der Bericht betont jedoch, dass der Anstieg nicht allein auf Vorfälle im Bereich Ausländerangelegenheiten zurückgeht. Ohne diese Kategorie steigt die Zahl der Vorgänge von 1.070 im Jahr 2025 auf 4.992 im Jahr 2026 – ein Plus von 366,5 Prozent. Besonders deutlich ist der Zuwachs bei den Körperverletzungen, die von 93 auf 1.357 Fälle steigen, bei Hausfriedensbrüchen von 16 auf 837 sowie bei Störungen der öffentlichen Ordnung, die von 43 auf 437 Einsätze anwachsen.