Loader
Finden Sie uns
Werbung

Satellit FLEX im All: Er misst, wie Pflanzen auf Klimawandel reagieren

Die Vega-C-Rakete startet vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit den Satelliten FLEX und Sentinel-3C an Bord.
Die Vega-C startet vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit den Satelliten FLEX und Sentinel-3C an Bord. Copyright  ESA
Copyright ESA
Von Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Mission erforscht Fotosynthese und die Reaktion der Vegetation auf den Klimawandel; der neue Sentinel-3C überwacht Ozeane, Land, Eis und Atmosphäre.

Die Trägerrakete Vega-C hat von Französisch-Guayana aus die Satelliten FLEX und Sentinel-3C in eine Umlaufbahn gebracht. Sie sollen den Zustand der Vegetation erfassen und neue Daten über Ozeane, Land, Eis und die Atmosphäre liefern

WERBUNG
WERBUNG

Europa verfügt seit diesem Dienstag über zwei neue Satelliten zur Erdbeobachtung. Die Vega-C startete am Montag um 22.21 Uhr von der europäischen Raumfahrtbasis Kourou in Französisch-Guayana mit den Satelliten FLEX und Sentinel-3C an Bord.

Die Mission mit der Bezeichnung VV30 soll die verfügbaren Informationen über den Zustand des Planeten und die Folgen des Klimawandels erweitern.

Hauptziel von FLEX ist es, besser zu verstehen, wie Pflanzen funktionieren und wie sie auf Situationen reagieren wie extreme Hitze oder Wassermangel.

Der Satellit ist mit einem Instrument ausgerüstet, das ein schwaches Licht registriert, das Pflanzen bei der Photosynthese aussenden. Dieses Signal ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, liefert aber Informationen über den Zustand der Vegetation und ermöglicht es, zu erkennen, wann Pflanzen unter Umweltbedingungen leiden.

FLEX kann Karten der Vegetationsaktivität mit einer Genauigkeit von rund 300 mal 300 Metern erstellen. Die Mission ist auf eine Betriebsdauer von mindestens dreieinhalb Jahren ausgelegt.

Der Satellit FLEX wird aus dem All die Gesundheit der Pflanzen und ihre Reaktion auf extreme Hitze und Wassermangel untersuchen.
Der Satellit FLEX wird aus dem All die Gesundheit der Pflanzen und ihre Reaktion auf extreme Hitze und Wassermangel untersuchen. ESA

An der Mission ist Spanien maßgeblich beteiligt. Der Wissenschaftler José Moreno, Professor an der Universität Valencia und leitender Forscher von FLEX, steht an der Spitze des wissenschaftlichen Teams. Das spanische Wissenschaftsministerium hebt die Rolle Spaniens in diesem Projekt der Europäischen Weltraumorganisation hervor.

Zusammen mit FLEX fliegt Sentinel-3C, der dritte Satellit der Sentinel-3-Mission im europäischen Copernicus-Programm. Er soll Ozeane, Landoberflächen, Eisflächen und die Atmosphäre kontinuierlich überwachen. Seine Daten helfen unter anderem, Wettervorhersagen zu verbessern und die Entwicklung von Klima und Umwelt zu untersuchen.

Sentinel-3C ergänzt eine Mission, zu der bereits die Satelliten Sentinel-3A und Sentinel-3B gehören. Der neue Satellit ersetzt Sentinel-3A, der seit 2016 im Einsatz ist.

FLEX und Sentinel-3C sind gemeinsam ins All gestartet, werden zunächst jedoch nicht auf derselben Umlaufbahn bleiben. So lassen sich die Daten beider Missionen kombinieren, um besser zu verstehen, wie Vegetation auf Umweltbedingungen reagiert.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Grauer Star auf dem Mars: Forschende testen Augenlinsen im All

Deutschland startet eigenen Satelliten-Träger: erster Erfolg in Kontinentaleuropa

Satellit FLEX im All: Er misst, wie Pflanzen auf Klimawandel reagieren