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"Wollen nicht auf EU warten": Italiens Marine schützt eigene Schiffe in umkämpfter Meerenge

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hört zu, als Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Senat in Rom zum Konflikt im Iran und im Golf Stellung nimmt.
Verteidigungsminister Guido Crosetto hört zu, als Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni im Senat zum Konflikt im Iran und in der Golfregion spricht, in Rom am Mittwoch. Copyright  AP Photo/Alessandra Tarantin
Copyright AP Photo/Alessandra Tarantin
Von Cecilia Attanasio Ghezzi
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Ansicht des italienischen Verteidigungsministers würde die Einhaltung der EU‑Bürokratie die „Fristen verzögern“ und damit die „Wirtschaft ausbremsen“. Regierung, Marine und Verteidigung hätten die Reedereien bereits informiert, erklärte er.

„Wir haben gemeinsam mit dem Generalstabschef entschieden, nicht darauf zu warten, dass die defensive EU-Operation Aspides festlegt, ob Schiffe passieren dürfen oder nicht.“ So beschrieb Verteidigungsminister Guido Crosetto die Lage in der Meerenge Bab el-Mandeb bei der vierten Ausgabe des Forums „Risorsa Mare“ in La Spezia im Norden Italiens.

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Die Meerenge Bab el-Mandeb verbindet den Golf von Aden mit dem Roten Meer. Von dort geht der Zugang weiter nach Suez und schließlich ins Mittelmeer. Heute bedroht der Vormarsch der Houthi die Region. Sie kontrollieren große Abschnitte der Küste und können die Schifffahrt ernsthaft gefährden.

„Unsere Marine kann die Lage vor Ort einschätzen“, erklärte Crosetto. „Wir werden daher wohl so vorgehen, dass italienische Schiffe die Passage beginnen können, ohne darauf zu warten, dass sich die europäische Bürokratie mit unserer addiert. In solchen Fällen Zeit zu verlieren bedeutet, die Wirtschaft auszubremsen und bestehende Probleme zu verschärfen.“

Nach seinen Worten ist Italien bereit, außerhalb der europäischen Missionen zu handeln oder ihnen zumindest vorauszugehen.

Der Minister sagte, er habe den Vorsitzenden des Reederverbandes über diese „Absicht der Regierung, des Verteidigungsministeriums und der Marine“ informiert. „Wenn wir können, greifen wir ein, um Krisen zu lindern“, fügte er hinzu.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge, in Dschibuti, befindet sich zudem eine italienische Unterstützungsbasis. Von dort aus sind Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine im Einsatz.

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