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Selenskyj: Russland will in Belarus ballistische Systeme für Angriffe stationieren

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beim EU-Gipfel in Brüssel, Freitag, 16. Oktober 2026.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beim EU-Gipfel in Brüssel, Freitag, 16. Oktober 2026. -  Copyright  AP Photo
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Von Marina Ostrovskaya
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Russland attackiert in der Nacht zum Sonntag ukrainische Regionen mit Raketen und Drohnen; Teile fängt die Luftabwehr ab. Präsident Selenskyj warnt, Moskau könne Minsk hineinziehen und Belarus als Basis nutzen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich am Samstag, Russland wolle in Belarus nicht nur Relaisstationen für unbemannte Luftfahrzeuge einrichten, sondern auch ballistische Systeme für Angriffe auf den Westen der Ukraine. Das sagte der ukrainische Staatschef im Gespräch mit Journalistinnen und Journalisten, wie ukrainische Medien berichten.

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„Besteht die Gefahr von Schlägen und einer Verstärkung der Angriffe auf den westlichen Teil unseres Staates? Ganz klar. Bereitet sich Russland darauf vor? Ich denke ja“, sagte Selenskyj. „Warum ziehen sie aus meiner Sicht ständig auch Belarus hinein? Weil wir wissen, dass sie auf dem Gebiet von Belarus Relaisstationen installieren, um diesen Korridor für Drohnen zu nutzen und ihre Angriffe zu verstärken. Die Stationierung ballistischer Systeme in Belarus wäre ohne Zweifel vor allem eine Bedrohung für den Westen unseres Landes.“

„Das ist eine direkte Einbeziehung von Belarus in diesen Krieg und aus meiner Sicht sehr gefährlich. Und es ist selbstverständlich auch gefährlich für Belarus selbst“, fasste der ukrainische Präsident zusammen.

Bereits im September hat Kyjiw Minsk vorgeworfen, auf seinem Territorium Relaisstationen eingeschaltet zu haben, um russischen Drohnen Angriffe auf die westlichen Regionen der Ukraine zu erleichtern. Unter Berufung auf die Grenzbehörden wurde anschließend ihre Abschaltung registriert.

Russische Angriffe auf die Ukraine in den letzten 24 Stunden

Russische Streitkräfte haben auch in der vergangenen Nacht Ziele in der Ukraine beschossen. Mindestens zehn Menschen kamen bei Raketen- und Drohnenangriffen auf 20 Orte ums Leben. Mehr als 70 Personen wurden verletzt. Betroffen waren Regionen im Westen der Ukraine, es gab zahlreiche Brände und Einstürze von Gebäuden.

Nach neuesten Angaben traf ein besonders schwerer Schlag aus Russland ein Wohnhaus in Odessa. Es gibt Verletzte, ein Feuer brach aus.

In der Region Ternopil kam es am Sonntag zu neuen Angriffen auf Energieanlagen. Das meldete der Regionschef Taras Pastuch. Unter anderem wurde ein Energieobjekt in Kremenez getroffen, das bereits zuvor angegriffen worden war. Auch in der Gemeinde Borsukiwka wurde erneut eine Energieanlage beschädigt.

Wie der Telegram-Kanal der ukrainischen Streitkräfte berichtet, versuchte das Militär, den Luftraum so gut wie möglich zu schützen: „In der Nacht zum 18. Oktober griff der Gegner mit einer ballistischen Rakete Iskander-M, 180 Angriffsdrohnen des Typs Shahed (davon 26 mit Raketenantrieb), S-8000 ‚Banderoľ‘/‚Dan-T‘, ‚Gerbera‘ sowie mit Täuschungsdrohnen des Typs ‚Parodija‘ an …“

Nach vorläufigen Angaben wurden durch die Luftverteidigung 152 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Es wurde Einschläge gegnerischer Flugkörper an 20 Orten registriert, außerdem stürzten Trümmer abgeschossener Drohnen an vier Stellen ab.

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete zudem, dass Russland innerhalb von 24 Stunden weitere 1 390 Soldaten und 51 Artilleriesysteme verloren habe.

USA: Zugang Kyjiws zum System Starshield wird geprüft

Die US-Regierung verhandelt mit der Ukraine, um zu prüfen, ob es sinnvoll ist, Kyjiw Zugang zu dem Satellitensystem Starshield zu gewähren, erklärte in der Nacht zum Sonntag Außenminister Marco Rubio.

„Derzeit sprechen wir darüber, wie genau sie das System nutzen wollen“, sagte er vor seinem Abflug nach Usbekistan zu Journalistinnen und Journalisten.

Rubio betonte, dass es sich im Unterschied zu Starlink um ein rein militärisches System handelt. Er fügte hinzu, dass die Ukraine derzeit keinen Zugang zu Starshield hat.

„Sie haben uns gebeten, ihnen Zugang zu gewähren, um weitreichende Schläge gegen Russland führen zu können“, sagte der US-Außenminister.

Unterdessen erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die USA nach einer Pause wieder Geheimdienstinformationen austauschen (Quelle auf Russisch), die „eine gewisse Zeit“ gedauert habe.

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