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Wohin kommen Endlager für Atommüll? Nach 9 Jahren Suche wird heute Bericht vorgestellt

Wohin mit den radioaktiven Abfällen in Deutschland? Symbolbild
Wohin mit den radioaktiven Abfällen in Deutschland? Symbolbild -  Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit SWR
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Die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) stellt ihren ersten Bericht zu möglichen Endlagern für hochradioaktiven Abfall vor, auf dem ganz Deutschland verzeichnet ist.

An diesem Dienstag stellt die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren neuen Bericht zu den Orten in Deutschland vor, an denen der hochradioaktive Müll tief unter der Erde dauerhaft gelagert werden könnte.

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Schon seit 2017 sucht die BGE nach geeigneten Standorten, die Sicherheit für eine Million Jahre bieten sollen. Derzeit lagert der hochradkioaktive Müll in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Regionen in Deutschland.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) mahnte schon 2025 an, der Entscheidungsprozess bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager müsse beschleunigt werden. "Das sind wir nicht zuletzt den Menschen schuldig, die in den Regionen mit den Zwischenlagern leben."

Inzwischen wurden die möglichen Endlagerstätten von der BGE auf 25 Prozent der deutschen Landesfläche eingegrenzt. Geeignet sind vor allem offenbar mehrere Gebiete in Baden-Württemberg, wie der SWR berichtet.

Es geht um rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle, die in den mehr als 60 Jahren entstanden sind, in denen Deutschland auf Energie ausAtomkraftwerken setzte. Die letzten deutschen Atomkraftwerke wurden 2023 abgeschaltet.

Auf einer interaktiven Karte der BGE können Sie einige Gebiete in Deutschland sehen, die als ungeeignet eingestuft wurden. Doch auf dem sogenannten "Endlager Navigator" ist bisher nicht das gesamte Bundesgebiet verzeichnet.

Sven Petersen, der Sprecher der BGE, erklärte, dass jetzt ein oder mehrere Gebiete aus der Kategorie A - also der «besten Eignung» - in die Kategorie B - für «gute Eignung» - fallen könnten. Eine endgültige Auswahl wird an diesem Dienstag also nicht getroffen.

Gegen Castor-Transporte gab es Proteste

Schon vor mehr als 20 Jahren hatte der Transport von sogenannten Castor-Behältern mit den Abfällen aus deutschen AKWs, die zur Wiederaufbereitung nach Frankreich gebracht wurden, für heftige Proteste gesorgt und die Polizei immer wieder wochenlang in Atem gehalten.

Bis 2005 wurden in Anlagen in Frankreich und England wiederverwendbare Brennstoffe von nicht wiederverwertbarem Uran, Plutonium und radioaktiven Spaltprodukten getrennt. Dieser radioaktive Müll wird bisher nur zwischengelagert.

Polizisten überwachen Transport von Castor-Behältern mit Abfall aus deutschen AKWs
Polizisten überwachen Transport von Castor-Behältern mit Abfall aus deutschen AKWs AP Photo

Die BGE baut derzeit in Salzgitter unweit vom Harz in Niedersachsen das Endlager Konrad. Es ist das erste genehmigte Endlager in Deutschland, aber nur für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Es soll in den 2030er Jahren in Betrieb gehen, wie die Behörde mitteilt.

In der Schweiz wurde bereits entschieden, dass im Kanton Zürich am Standort "Nördlich Lägern" unweit der Grenze zu Deutschland nukleare Abfälle in einem Tiefenlager untergebracht werden sollen.

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